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Eishockey bei Olympia 2018: Hin- und hergerissen zwischen Stolz und Enttäuschung - die Stimmen zum Finale

Für die deutsche Eishockey-Mannschaft gilt natürlich: Silber gewonnen, nicht Gold verloren. Und doch konnten sowohl Spieler als auch Trainer Marco Sturm Enttäuschung über den bitteren Verlauf nicht verbergen.

Bundestrainer Marco Sturm im Interview bei Eurosport nach dem Spiel gegen Russland.

"Stolz, dass wir es so weit geschafft haben": Bundestrainer Marco Sturm im Interview bei Eurosport nach dem Spiel gegen Russland.

Es fehlten nur 55 Sekunden, die deutsche Mannschaft führte 3:2 und war selbst im Powerplay. Doch Russland glich in Unterzahl aus und rettete sich in Overtime. Dort schlug dann Kaprisow zu: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Sensations-Gold knapp verpasst. Das deutsche Team unterlag am Sonntag im Finale den Olympischen Athleten aus Russland mit 3:4 nach Verlängerung. Damit gab es Silber für die Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm.

Schon der Endspieleinzug war der größte Erfolg in der Geschichte des deutschen Eishockeys. Die deutschen Spieler waren hin- und hergerissen zwischen leichter Enttäuschung über den Spielverlauf und stolz über das Erreichte.

Eishockey-Finale bei Olympia: die Stimmen

Danny aus den Birken: "Ja, jetzt, wo die Medaille da ist, hat sich der Moment gedreht. Jetzt überwiegt die Freude, nicht die Enttäuschung. Es war so bitter, wir haben unglaublich gespielt. Leider nicht mit dem Quäntchen Glück am Ende. Aber Silber steht uns auch sehr gut. Es war sehr knapp - jetzt können wir feiern. Dass ich bester Torhüter des Turniers bin? Der Wahnsinn! Jetzt reißen wir das deutsche Haus ab."

Yannic Seidenberg: "Im ersten Moment ist man wahnsinnig enttäuscht. Nach dem Verlauf! Aber als ich die Medaille um den Hals hatte, war ich einfach unglaublich stolz. Hundert Prozent gilt: Wir haben Gold nicht verloren, sondern Silber gewonnen. Auch wenn die Feier mit Gold sicher besser gewesen wäre."

Patrick Reimer: "Wir sind absolut stolz, auch wenn es wehtut, weil wir so nah dran waren. Aber wir haben so viel geleistet. Dass wir überhaupt so weit kommen, dass wir Russland fast in die Knie zwingen. Haben das Spiel gedreht, am Ende hat's nicht gereicht. Aber das silberne Ding hier ist einfach auch geil."

Marcel Goc: "Wir waren so nah dran, einige haben vielleicht schon gedacht: Wir haben's. Der Unterschied war heute nicht groß. Wir können einfach stolz sein, auf das, was wir erreicht haben. Ich nehme viele schöne Momente mit nach Hause, wir haben Druck Stand gehalten, haben viele überrascht."

Marco Sturm, Trainer: "Wir sind einfach glücklich und stolz, dass wir es überhaupt so weit geschafft haben. Heute zum Spiel: So ist Eishockey, egal ob's 55 Sekunden sind, die am Ende gefehlt haben. Wir waren nah dran, aber es hat nicht sollen sein. Wir haben nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen. Nach einer so bitteren Niederlage überwiegt die Enttäuschung doch noch etwas. Aber wenn die Jungs morgen aufwachen, werden sie realisieren, was sie erreicht haben."

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