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Schwimm-EM: Biedermann verpasst überraschend Finaleinzug

Rückschlag für Paul Biedermann: In dem Glauben, Dritter zu sein, hatte er schon Interviews gegeben. Doch das Finale über 400 Meter Freistil findet ohne den Rekordschwimmer statt.

Paul Biedermann ist mit einer Enttäuschung in die Schwimm-EM in Berlin gestartet: Der Weltrekordler schwamm in den Vorläufen über 400 Meter Freistil nur die neuntbeste Zeit. In 3:50,42 Minuten fehlten ihm sieben Hundertstelsekunden für das Finale der besten Acht.

"Das Ding hat er beim Anschlag verloren, er ist nur rangeglitten statt noch einen Zug zu machen. Aber die Frage wäre gewesen, ob wir das Finale geschwommen wären", sagte Biedermanns Heimtrainer Frank Embacher.

Zu früh gefreut

Wegen einer mehrwöchigen Trainingspause war die Form des Weltrekordlers unklar. Biedermann gab im Glauben, als Dritter seines Vorlaufs weiter zu sein, schon Interviews. Dann schaute er Richtung Ergebnisanzeige und verließ mit starrer Miene die Mixed Zone. Biedermann plant neben zwei Staffel-Auftritten bei den Europameisterschaften bis zu drei Einzelstarts, mit Fokus auf seine Spezialstrecke 200 Meter Freistil.

Clemens Rapp qualifizierte sich als Viertschnellster für den Endlauf über 400 Meter. Auf die Frage nach einer Medaillenchance antwortete Rapp: "Da träumen wir von." Florian Vogel scheiterte ebenso wie Frankreichs Olympiasieger Yannick Agnel. Vorlauf-Schnellster war der Brite Stephen Milne in 3:48,62 Minuten.

stb/DPA / DPA
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