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Ironman auf Hawaii: "Tagesschau"-Sprecher Thorsten Schröder kommt nach fast elf Stunden ins Ziel

Eine "Tagesschau"-Sendung dauert 15 Minuten, für den Ironman quälte er sich fast elf Stunden: Sprecher Thorsten Schröder landet beim Extrem-Triathlon auf Hawaii im Mittelfeld und hat sein persönliches Ziel erreicht.

Bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii hat "Tagesschau"-Sprecher Thorsten Schröder sein selbstgestecktes Ziel erreicht: die Distanz im Tageslicht zu bewältigen. Der 49-Jährige kam am Samstag (Ortszeit) nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen nach 10:56:12 Stunden ins Ziel auf dem Alii Drive in Kailua-Kona.

Dabei hätte es mit der Teilnahme beim härtesten Triathlon der Welt beinah nicht geklappt. "Ich werde im Dezember 50, gehöre damit seit diesem Jahr zur Altersklasse 50 bis 54. Ich habe mir natürlich größere Chancen ausgerechnet, mich in Frankfurt als jüngerer Starter in diesem Limit für Hawaii zu qualifizieren", sagte Schröder vorab der Deutschen Presseagentur.

Thorsten Schröder qualifizierte sich als Nachrücker

Doch die Rechnung ging nicht auf. 9:41:09 Stunden war der "Tagesschau"-Sprecher in der Mainmetropole unterwegs. Am Ende fehlten 93 Sekunden, um mindestens Elfter in seiner Altersklasse zu werden und sich für Hawaii zu qualifizieren. "In den Jahren zuvor hätte meine Zeit gereicht", sagte Schröder.

Fünf Wochen danach folgte der nächste Anlauf. Diesmal in Hamburg. "Ich bin hier gestartet, weil es ein Heimspiel ist, was ich mir nicht entgehen lassen wollte. Aber es war auch als Backup gedacht, falls es in nicht geklappt hat."

Am Ende reichte es wieder nicht. Fünfter hätte Schröder werden müssen. Als Sechster seiner Altersklasse erreichte er in 9:45:42 Stunden das Ziel. Dieses Mal betrug der Abstand nur 26 Sekunden. Das war ein Tiefschlag. Aber lange musste sich Schröder nicht ärgern. "Als am Tag danach die Startplätze für vergeben wurden, verzichtete jemand auf sein Startrecht", erzählt er. Als erster Nachrücker durfte er doch noch zum Ironman.

Sieger Patrick Lange war drei Stunden schneller als Thorsten Schröder

Dabei hätte es der gebürtige Schleswig-Holsteiner auch leichter haben können. Man habe ihm schon vor Jahren eine Wildcard angeboten, sagt er. "Aber mein Ehrgeiz sagte mir: Du willst die sportliche Qualifikation schaffen." Das ist ihm  gelungen. Auf Hawaii wurde Schröder im Männerfeld 851. von 1692 Startern, im Gesamtfeld belegte er Platz 989 von insgesamt 2364 Teilnehmern.

Gewonnen hat den Ironman der Deutsche Patrick Lange. Mit 8 Stunden, 1 Minute und 39 Sekunden war er fast drei Stunden schneller als Thorsten Schröder.


jum/DPA

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