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Extrem-Triathlon im Pazifik: Thorsten Schröder beim Ironman Hawaii: der fitteste Nachrichtensprecher der Welt

Wer regelmäßig die "Tagesschau" verfolgt, dem ist das Gesicht von Thorsten Schröder sicherlich bekannt. Seine Leidenschaft für Leistungssport dürfte vielen hingegen neu sein. Am Samstag steht der 49-Jährige nun gar beim legendären Ironman Hawaii am Start.

Thorsten Schröder, Tagesschausprecher und Triathlet, hier beim Ironman in Hamburg

"Tagesschau"-Sprecher Thorsten Schröder, hier beim Ironman in Hamburg, hat sich für die WM auf Hawaii qualifiziert

Thorsten Schröder ist Journalist. Seit 2000 gehört er dem Team der "Tagesschau" an und moderiert seitdem regelmäßig die Nachrichten. In seiner Freizeit stellt er sich sportlich gerne großen Herausforderungen.

Nun hat er eine der ganz großen Herausforderungen gemeistert: Er darf zum Ironman nach Hawaii. Der fast 50-Jährige qualifizierte sich über das Nachrückverfahren in Hamburg für die Teilnahme auf der Insel (Hier erfahren Sie, wo Sie den Ironman Hawaii 2017 im TV verfolgen können). Zuvor fehlten ihm jeweils ein paar Sekunden. Nun hat er es geschafft.

Schröder teilte seinen persönlichen Erfolg auf Facebook mit: "Ich hoffe, werde die Tagesschau heute nicht durchgrinsen, denn ich habe gestern beim Ironman in Hamburg tatsächlich die Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii geschafft", lautete sein Post. In den Tagen danach bekam er 1700 Likes.

Sekunden fehlten dem Tagesschau-Sprecher

"Für mich ist ein Traum wahr geworden", erzählt Schröder ein paar Wochen später. Dabei könnte man die Umstände der Qualifikation für den Ironman am 14. Oktober fast als filmreif bezeichnen. "Ich werde im Dezember 50, gehöre damit seit diesem Jahr zur Altersklasse 50 bis 54. Ich habe mir natürlich größere Chancen ausgerechnet, mich in Frankfurt als jüngerer Starter in diesem Limit für Hawaii zu qualifizieren."

Doch die Rechnung ging nicht auf. 9:41:09 Stunden war der "Tagesschau"-Sprecher in der Mainmetropole unterwegs. Am Ende fehlten 93 Sekunden, um mindestens Elfter in seiner Altersklasse zu werden und sich für Hawaii zu qualifizieren. "In den Jahren zuvor hätte meine Zeit gereicht", stellt er zerknirscht fest.

Fünf Wochen danach folgte der nächste Anlauf. Diesmal in Hamburg. "Ich bin hier gestartet, weil es ein Heimspiel ist, was ich mir nicht entgehen lassen wollte. Aber es war auch als Backup gedacht, falls es in Frankfurt nicht geklappt hat."

Am Ende reichte es wieder nicht. Fünfter hätte Schröder werden müssen. Als Sechster seiner Altersklasse erreichte er in 9:45:42 Stunden das Ziel. Dieses Mal betrug der Abstand nur 26 Sekunden. Das war ein Tiefschlag. Aber lange musste sich Schröder nicht ärgern.

Thorsten Schröder hat Ehrgeiz: Nur aus eigener Kraft nach Hawaii

"Als am Tag danach die Startplätze für Hawaii vergeben wurden, verzichtete jemand auf sein Startrecht", erzählt er. Als erster Nachrücker darf er nun doch zum Ironman.

Dabei hätte es der gebürtige Schleswig-Holsteiner auch leichter haben können. Man habe ihm schon vor Jahren eine Wildcard angeboten, sagt er. "Aber mein Ehrgeiz sagte mir: Du willst die sportliche Qualifikation schaffen." Das ist ihm nun gelungen. Sein Ziel für die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den Marathonlauf über 42,195 Kilometer: als Tageslicht-Finisher in Kailua-Kona anzukommen. Dafür bleiben ihm rund zwei Stunden mehr Zeit als in Frankfurt oder Hamburg. Allerdings sind auf Hawaii Hitze und Wind eisenharte Gegner.

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fk / DPA

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