Australian Open Raus mit Applaus


Auch der schönste Traum geht einmal zu Ende. So auch für Denis Gremelmayr. Der Qualifikant ist nach tollen Auftritten in der dritten Runde der Australian Open gescheitert.

Grand-Slam-Debütant Denis Gremelmayr ist in der dritten Runde der Australian Open ausgeschieden. Der Qualifikant aus Lampertheim verlor am Freitag in Melbourne gegen Marcos Baghdatis aus Zypern mit 2:6, 1:6, 2:6.

Der Deutsche hatte in der Runde zuvor für eine Riesen- Überraschung gesorgt und in einem Fünfsatz-Krimi den an Nummer 13 gesetzten Amerikaner Robby Ginepri mit 2:6, 5:7, 6:4, 6:3, 6:3 niedergerungen. Gremelmayr trat die Heimreise mit insgesamt 29.225 Euro Preisgeld im Gepäck an.

Damit sind beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres nur noch zwei altbekannte deutsche Tennis-Profis vertreten: Tommy Haas und Nicolas Kiefer. Die beiden bestreiten ihre Drittrundenspiele am Samstag. Haas trifft auf Peter Luczak aus Australien, Kiefer bekommt es mit dem Spanier Juan Carlos Ferrero zu tun.

Eisbeutel zur Abkühlung

Bei den Australian Open in Melbourne wurden unterdessen wegen großer Hitze am Freitag erstmals in diesem Jahr Spiele verschoben. In der Zeit von 15.30 bis 17.40 Uhr (Ortszeit) durften auf den Tennis-Plätzen ohne Dach keine Matches begonnen werden, weil die Temperatur 35 Grad Celsius erreicht hatte und vor dem abendlichen Gewitterregen eine extreme Luftfeuchtigkeit herrschte. Am Sonntag soll es sogar 41 Grad heiß werden.

In der Rod-Laver-Arena wurde während des Spiels zwischen der Amerikanerin Lindsay Davenport und Maria Kirilenko aus Russland (6:4, 4:6, 6:2) zum Schutz gegen die Sonne das Dach teilweise geschlossen. Die beiden Spielerinnen verschafften sich bei den Seitenwechseln mit dicken Eisbeuteln Abkühlung. Zudem erhielten sie die Erlaubnis, sich vor dem dritten Satz umzuziehen und zu erfrischen.

"Durch die Schuhe geschwitzt

Neu begonnen wurde in der größten Hitze am Nachmittag nur das Match zwischen der Belgierin Justine Henin-Hardenne und Virginie Razzano aus Frankreich bei komplett geschlossenem Dach in der Vodafone-Arena. French-Open-Siegerin Justine Henin-Hardenne stürmte mit einem 6:4, 6:1-Sieg ins Achtelfinale.

Andy Roddick stand am Freitag beim 6:1, 6:2, 6:2-Sieg über den Franzosen Julien Benneteau nur 82 Minuten auf dem Platz, aber der Amerikaner hat ohnehin keine Probleme mit der Hitze. "Ich habe neun Tage auf Hawaii trainiert, bei 32 Grad, und es war extrem feucht. Da hat man sogar durch die Schuhe geschwitzt", sagte er.

Für die Überraschung des Tages sorgte derweil Daniela Hantuchova. Die Slowakin besiegte in der so genannten "Night Session" die Titelverteidigerin aus den letzten beiden Jahren, Serena Williams, mit 6:1 und 7:6 (7:5). Mit ihrer ersten Niederlage in Melbourne nach 16 siegreichen Matches in Serie brachte die jüngere der Williams-Schwestern die Fans im Achtelfinale um die Neuauflage des dramatischen Vorjahres-Halbfinales gegen Maria Scharapowa. Hantuchova ist Außenseiterin gegen die Russin: "Ich habe nicht zu verlieren", sagte sie.

dpa/kbe


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