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Biathlon-WM: Deutsche Damen enttäuschen beim Massenstart

Bislang lief für die deutschen Biathletinnen bei der Weltmeisterschaft im im südkoreanischen Pyeongchang alles nach Plan. Jetzt folgte der erste Rückschlag: Im Massenstart zeigten die deutschen Damen schwache Leistungen und blieben ohne Medaille. Eine Russin triumphierte.

Bei völliger Windstille haben die deutschen Biathletinnen in ihrem letzten WM-Rennen insgesamt 24 Scheiben und damit im Massenstart erstmals seit drei Jahren die Medaillen verfehlt. Bestplatzierte der fünf deutschen Starterinnen über 12,5 Kilometer war im südkoreanischen Pyeongchang die lange führende Andrea Henkel aus Großbreitenbach auf Rang fünf. Den Titel holte sich mit nur zwei Schießfehlern Staffel-Weltmeisterin Olga Saizewa aus Russland.

Platz zwei sicherte mit 7,5 Sekunden Rückstand die gebürtige Russin Anastasia Kuzmina für die Slowakei. Bronze ging mit 12,2 Sekunden Rückstand an die Schwedin Helena Jonsson, die alle mit nur zwei Strafrunden über den Kurs kamen. Knapp vor Henkel lief noch die Ukrainerin Vita Semerenko ins Ziel, die als einzige alle 20 Scheiben getroffen hatte.

Henkel führte nach zwei fehlerfreien Liegendschießen, gab dann aber stehend mit insgesamt vier Strafrunden die greifbar nahe Medaille aus der Hand. Magdalena Neuner (Wallgau) wurde mit fünf Strafrunden Siebte, Martina Beck (Mittenwald) traf drei Scheiben nicht und landete auf Rang elf. Einen Platz dahinter kam nach fünf "Fahrkarten" Simone Hauswald (Gosheim) ins Ziel.

Für die zweimalige Weltmeisterin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) reichte es nach sieben verfehlten Scheiben nur zum 30. und letzten Platz. Sie konnte aber ihr Gelbes Trikot als Führende im Gesamtweltcup verteidigen.

"Beim letzten Stehendschießen wollte sie alle zu viel, waren unsicher im Anschlag. Das war eine Katastrophe. Da braucht man nicht drumrum zu reden: Wir sind enttäuscht", sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang.

DPA / DPA

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