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Dirk Nowitzki: "Mitspieler nicht mehr erkannt"

Die Sorge um das rechte Auge von Deutschlands Basketball-Superstar Dirk Nowitzki hat bei den Dallas Mavericks die Freude über die Fortsetzung der Erfolgsserie getrübt.

Zwar feierten die "Mavs" in der nordamerikanischen Basketball- Profiliga NBA beim 117:98 gegen die Toronto Raptors ihren elften Erfolg nacheinander. Doch Nowitzki musste das Feld des American Airlines Centers schon nach gut zehn Minuten verlassen. Der Würzburger klagte über Sehprobleme, die einen weiteren Einsatz unmöglich machten.

"Konnte meine Mitspieler nicht mehr erkennen"

"Es war schon sehr beunruhigend. So etwas hatte ich noch nie. Ich konnte meine Mitspieler nicht mehr erkennen und wenn ich zum Korb zog, habe ich den Ring nicht gesehen", sagte der deutsche Nationalspieler. Der Würzburger hatte am Montag im Spiel gegen die Minnesota Timberwolves nach eigener Aussage zwei Schläge gegen das rechte Auge bekommen. "Noch am Morgen vor der Begegnung gegen Toronto war alles in Ordnung. Erst im Spiel hatte ich dann Probleme", erklärte der 28-Jährige, der sich sofort von Mannschaftsarzt Maurice Syrquin untersuchen ließ.

Danach konnte Nowitzki allerdings Entwarnung geben. "Es ist zum Glück nichts Ernstes. Ich werde am Freitag gegen Sacramento wieder dabei sein", sagte der 2,13 Meter große Blondschopf. Kurioserweise traf Nowitzki selbst in den 10:14 Minuten, in denen seine Sicht bereits beeinträchtigt war, noch bei drei von vier Würfen und kam auf sechs Punkte und sechs Rebounds. Zum vierten Mal in Serie erzielten die "Mavs" im ersten Viertel mehr als 30 Punkte, führten nach dem ersten Abschnitt bereits mit 38:23 und stellten so frühzeitig die Weichen auf Sieg.

Auch nach dem Ausscheiden ihres Superstars ließen die Texaner ihren Gegner nie näher als fünf Punkte herankommen. In Abwesenheit des deutschen Nationalspielers avancierte Josh Howard mit 26 Punkten zum besten Werfer seines Teams. Zudem trafen Jerry Stackhouse (23), Jason Terry (14), Erick Dampier (13) und Devin Harris (10) zweistellig. Insgesamt trugen sich alle zwölf Spieler der Mavericks in die Trefferliste ein. "Auch wenn wir unseren Star verlieren, haben wir Spieler, die von der Bank kommen und sofort da sind", sagte Howard, der von seinem Trainer ein Sonderlob erhielt. "Er und Jerry Stackhouse haben uns auch durch unser kleines Tal im dritten Viertel geführt", sagte Avery Johnson.

Noch drei Siege bis zur längsten Erfolgsserie der Vereinsgeschichte

Auch Nowitzki gefiel, was er von der Bank aus beobachtete. "Wir haben einige Jungs, die in die Bresche springen können. Wenn jemand ausfällt, springt jemand ein", freute sich der Würzburger. Die "Mavs" sind nach dem Sieg gegen Toronto nur noch drei Siege von der längsten Erfolgsserie der Vereinsgeschichte entfernt. Vom 30. Oktober bis 27. November 2002 war Dallas 14 Mal nacheinander ungeschlagen geblieben.

DPA / DPA

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