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Diskussion um Olympia-Disziplin: Putin macht sich fürs Ringen stark

Nach der Empfehlung des IOC, Ringen als olympische Disziplin abzuschaffen, erhalten Befürworter des Kampfsports nun prominente Unterstützung. Wladimir Putin nennt die Entscheidung "ungerechtfertigt".

Der russische Präsident und begeisterte Kampfsportler Wladimir Putin hat in Moskau einen Erhalt von Ringen als olympische Disziplin gefordert. Die Entscheidung, die Traditionssportart zu streichen, sei "ungerechtfertigt", kritisierte Putin der Agentur Interfax zufolge am Mittwoch. Mit Ringen habe die olympische Bewegung einst begonnen.

Er hoffe nun auf eine "gesonderte Diskussion mit unseren Freunden vom Internationalen Olympischen Komitee", sagte der 60 Jahre alte Kremlchef, der auch Ehrenpräsident der Internationalen Judo-Föderation IJF ist.

Außerdem sprach sich Putin dafür aus, die Kampfsportart Sambo als olympische Disziplin einzuführen. "Das wäre gerecht und lohnenswert", sagte Putin bei einem Treffen mit Kampfsportlern. Mit dem US-Schauspieler Steven Seagal, 61, besuchte er das neue Kampfsportzentrum "Sambo-70" in Moskau.

Ringen gilt für Russland als wichtiger Medaillengarant bei Olympia. Die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees IOC hatte die Empfehlung ausgesprochen, Ringen von 2020 an aus dem Olympia-Programm streichen zu lassen. Ein Grund dafür war die fehlende Kooperationsbereitschaft der Ringer-Verantwortlichen.

jat/DPA / DPA

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