Doping-Affäre Zabel fährt weiter für Milram


Trotz Doping-Beichte kann die Galionsfigur des deutschen Profiradsports, Erik Zabek, weiter für seinen Rennstall Milram fahren. Das entschieden die Verantwortlichen bei einem siebenstündigen Krisengipfel. Zabels Nominierung für die Straßen-WM im September ist jedoch noch fraglich.

Radprofi Erik Zabel darf trotz seines Doping- Geständnisses weiter für sein Milram-Team fahren. Der 36-jährige Vize-Weltmeister, der zugegeben hatte, sich 1996 mit EPO gedopt zu haben, kann seinen bis Ende 2008 gültigen Vertrag bei dem deutsch-italienischen Team erfüllen. Dies teilte sein Team am Dienstag in Bremen mit. Zabel wird auch bei der am 30. Mai beginnenden Bayern-Rundfahrt an den Start gehen.

Bei einem siebenstündigen Krisengipfel mit Zabel, den Team- Managern Gerry van Gerwen und Gianluigi Stanga und Nordmilch-Vorstand Martin Mischel waren über Pfingsten die Weichen für die sportliche Zukunft Zabels gestellt worden. Die bisherige Galionsfigur des deutschen Profi-Radsports hatte durch das Doping-Geständnis seine Suspendierung durch sein Team riskiert, das vom norddeutschen Milch-Konzern "Nordmilch" gesponsert wird.

Die positive Milram-Entscheidung könnte auch Einfluss darauf haben, ob der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) den 36-jährigen Berliner demnächst für die Straßen-WM im September in Stuttgart nominiert. Zabel war im vergangenen Jahr hinter Paolo Bettini Vize- Weltmeister geworden. Der Radrennprofi gestand, 1996 eine Woche lang das Blut-Doping-Mittel EPO ausprobiert zu haben. Nach den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA verjähren Doping-Verstöße nach acht Jahren.

DPA DPA

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