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Dopingkontrolle: AC Siena testet Lügendetektor

Der AC Siena wird in Zukunft zur Dopingkontrolle seiner Spieler einen Lügendetektor einsetzen. Mit Hilfe des Geräts könne mit 91- bis 93-prozentiger Sicherheit festgestellt werden, ob ein Spieler gedopt habe, berichtet die "Gazzetta dello Sport".

Der italienische Fußballerstligist AC Siena wird zur Dopingkontrolle seiner Spieler einen Lügendetektor einsetzen. Mit Hilfe des Geräts könne mit 91 bis 93-prozentiger Sicherheit festgestellt werden, ob ein Spieler gedopt habe, berichtete die "La Gazzetta dello Sport" am Freitag. Sienas Club-Präsident Lombardi Stronati habe den vom italienischen Neurologen Giuseppe Sartori erfundenen Apparat beim Serie A-Club zu Testzwecken eingeführt.

Mit dem Lügendetektortest könne man darüber hinaus auch klären, ob ein Spieler über seinen Trainingseinsatz oder seinen Fitnessstand die Wahrheit sagt. Dies könnte bei der medizinischen Kontrolluntersuchung von Neuverpflichtungen genutzt werden. Der Test dauere 15 Minuten. Dabei würden dem Spieler 60 bis 70 Fragen gestellt, auf die er ausführlich antworten müsse. Anhand der Schnelligkeit der Reaktionen könne man auf den Wahrheitsgehalt schließen. Für Lügen müssten die Spieler länger nachdenken.

Der Psychologe Umberto Zerbini vom Zentrum "Bodytech Mind" sieht in dem Lügendetektor jedoch nicht nur eine Kontrollmöglichkeit für die Clubs. Auch den Spieler könne ein Wahrheitstest helfen: "Sie können den Test zu ihrer Verteidigung einsetzen, um zu beweisen, dass sie nachgewiesene Dopingsubstanzen unwissentlich und damit unabsichtlich zu sich genommen haben", meinte Zerbini.

DPA

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