HOME

EISHOCKEY: München Barons im Halbfinale

Die München Barons haben das Halbfinale in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ohne großen Kraftaufwand erreicht.

Die München Barons haben das Halbfinale in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ohne großen Kraftaufwand erreicht. Entsprechend aufgeräumt fiel das erste Zwischenfazit von Max Fedra aus, nachdem der deutsche Meister mit dem 4:2 über die Revier Löwen Oberhausen das Playoff-Viertelfinale vorzeitig im dritten Spiel entschieden hatte. »Mit der Halbfinalteilnahme haben wir unseren Meistertitel aus dem Vorjahr bestätigt«, stellte der Barons-Manager dem Team ein gutes Zeugnis aus.

Neuling Draisaitl

Oberhausens neuer Coach Peter Draisaitl hatte das Ruder nicht mehr herumreißen können. »Es klingt wahrscheinlich abgedroschen, aber es hat sich einfach die größere Erfahrung der Münchner durchgesetzt«, resümierte Draisaitl, der erst seit zwei Tagen hinter der »Löwen«-Bande steht.

Die noch in der vergangenen Saison als »Retortenclub« abgewerteten Münchner bestreiten bereits zum zweiten Mal ein Halbfinale. Trainer Sean Simpson trat trotzdem auf die Euphorie-Bremse und verwies auf die Halbfinal-Serie, für die sich nach den Hannover Scorpions noch die Kassel Huskies oder Nürnberg Ice Tigers sowie Adler Mannheim oder Berlin Capitals qualifizieren können. »Egal, wer der nächste Gegner ist, es wird eine harte Serie geben«, sagte Simpson, der sich partout keinen Wunschgegner für den kommenden Dienstag entlocken ließ. »Von der wirtschaftlichen Seite her würde ich die Nürnberg Ice Tigers bevorzugen. Dann wäre unsere Halle endlich mal wieder ausverkauft«, hofft Fedra dagegen auf ein bayerisches Duell.

Trotz Erfolg wenig Zuschauer

Denn am Mittwochabend war das Olympia-Eisstadion eher spärlich mit 3300 Zuschauern besetzt. Nach einem ordentlichen ersten Drittel, in dem sich die Revier Löwen kampfeslustig zeigten, flachte die Partie im zweiten ab. Erst als Shane Peacock (50.) den finnischen Toptorwart Sinuhe Wallinheimo im letzten Durchgang zum dritten Mal überwinden konnte, kam Playoff-Atmosphäre auf. Nur drei Minuten später machte Mike Kennedy den Sieg für die »Eisbarone« perfekt.

Von Dorothea Jantschke, (dpa)

Wissenscommunity