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FOOTBALL: NFL Europe startet in die neunte Saison

Die europäische Liga im American Football (NFL Europe) startet am Samstag fast gänzlich runderneuert in ihre neunte Saison.

Die europäische Liga im American Football (NFL Europe) startet am Samstag fast gänzlich runderneuert in ihre neunte Saison. Immerhin haben sich vier der sechs Teams vor dem Auftakt der Spielzeit neue Cheftrainer zugelegt. Hinzu kommen noch die völlig neu zusammengesetzten Teams. Kaum ein halbes Dutzend der 43 Spieler pro Kader, die aus jeweils 35 US- Amerikanern, sechs europäischen Football-Novizen und zwei japanischen Nachwuchs-Cracks bestehen, verbringt eine zweite Saison in der NFL Europe.Der Grund ist klar: Die Stars der NFL Europe (NFLE), die in zehn Wochen Spielzeit nur 18 000 Dollar (rund 40 000 Mark) Grundgehalt verdienen, erhalten in der Mutterliga NFL mehr als zehnfach besser dotierte Verträge.

Trainer-Tausch

Trotz des Personalkarussells steht das Wiedersehen von alten Bekannten im Blickpunkt:

Peter Vaas, der Cheftrainer von Berlin Thunder, empfängt im Jahn-Stadion die Barcelona Dragons, bei denen er bis zu seinem Amtsantritt in Berlin als Assistent von Headcoach Jack Bicknell arbeitete. Damit ist Vaas neben Veteran Bicknell, der dienstältester NFLE-Headcoach. Vaas hängt die Ziele für Thunder hoch: »Wir haben im Vorjahr mit dem Aufbau einer schlagkräftigen Organisation begonnen, jetzt wollen wir erfolgreich sein.«

Berlin mit Nachholbedarf

Das muss Vaas auch, da Berlin mit einem Schnitt von nicht einmal 10 000 Zuschauern pro Spiel zu den Sorgenkindern der NFLE gehört, die alljährlich mit mehr als zehn Millionen Dollar von den 31 Teams der NFL am Leben erhalten wird. Zum Vergleich: Titelverteidiger Rhein Fire, der die Amsterdam Admirals erwartet, verkaufte schon mehr als 10 000 Dauerkarten und rechnet bei der Heimpremiere mit 30 000 Fans im Rheinstadion.

Da gibt's ein Wiedersehen. Die sportlichen Geschicke der Niederländer liegen nun in den Händen von Cheftrainer Bart Andrus und Assistenzcoach Jeff Reinebold. Beide halfen Rhein Fire im vergangenen Juni, den Worldbowl zum zweiten Mal nach 1998 nach Düsseldorf zu holen. »Die Stimmung am Rhein ist einmalig und wird uns den richtigen Schwung geben, um bis zum Finale im eigenen Stadion zu marschieren«, erklärt Neu-Admiral Reinebold voller Zuversicht vor dem Auftakt an seiner alten Wirkungsstätte.

Frankfurt mach Gewinn

Als zweites Team neben Fire arbeitet nur Frankfurt Galaxy noch in der Gewinnzone. Die Hessen, die bei den Scottish Claymores ran müssen, haben nach einer verkorksten Saison 2000 nur noch 11 000 Saisontickets verkauft. »Wir werden trotzdem wohl wieder einen Schnitt von 35 000 schaffen«, glaubt Galaxy-Boss Tilman Engel.

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