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Geheimnisvoller Unfall: Tiger Woods hüllt sich in Schweigen

Der nächtliche Autounfall von Tiger Woods vor seiner Haustür in Florida bleibt ein großes Rätsel. Der Golf-Superstar schweigt bis jetzt trotz Anfrage der Polizei zu den geheimnisvollen Umständen. Nun schießen die Gerüchte ins Kraut. War es ein handfester Ehekrach?

"Woods schweigt und gleichzeitig verselbstständigen sich die Spekulationen", schrieb die "New York Times". "Tiger muss sich den Fragen stellen", titelte der "San Francisco Chronicle" seine Kolumne. Aber der gebürtige Kalifornier blockte nach Angaben der Zeitung "Orlando Sentinel" erneut Beamte ab. Woods' Manager Mark Steinberg soll ihm geraten haben, erst am Sonntag zusammen mit seiner schwedischen Ehefrau Elin Nordegren Fragen zuzulassen.

Die Polizei hatte sich schon seit Freitagabend vergeblich bemüht, mit dem populären und beliebten Sportler zu reden. Der Weltranglistenerste war mit seinem Cadillac-Geländewagen in der Nähe seines Grundstücks von der Straße abgekommen: Das Auto streifte einen Hydranten und prallte kurz darauf gegen einen Baum. Es hatte 13 Stunden gedauert, bevor sein Management Entwarnung gab, dass der Superstar keine schweren oder gar lebensgefährlichen Verletzungen erlitten hat.

Mit Gesichtsverletzungen war er in ein Hospital gebracht worden. Zunächst hatten US-Medien berichtet, er sei bei dem Unfall schwer verletzt worden. Bei dem Aufprall aber, bei dem die Airbags nicht auslösten, zog sich der mit geschätzten 100 Millionen Dollar Jahressalär aus Werbeverträgen und Siegprämien teuerste Sportler weltweit Schnittwunden im Gesicht zu.

Woods genießt hohes Ansehen


Woods wurde umgehend in die nächste Klinik gebracht, behandelt und wenige Stunden später "wieder in guter Verfassung entlassen", wie sein Sprecher und das Health Central Hospital von Ocoee in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt hatten. Die ersten Helfer waren in weniger als zwei Minuten am Unfallort eingetroffen. Zu dem Zeitpunkt habe Woods' Ehefrau den Golfprofi bereits aus dem Wagen gezogen. Um ihren halb bewusstlosen Mann zu befreien, habe sie die Rückscheibe mit einem Golfschläger eingeschlagen.

Nach ersten Untersuchungen der Polizei war kein Alkohol im Spiel, auch keine überhöhte Geschwindigkeit. Dass die Airbags nicht ausgelöst haben, könnte ein Indiz dafür gewesen sein, dass der Golfprofi keinesfalls zu schnell unterwegs war. Die Polizei sicherte am Unfallort Spuren für die Ermittlungen.

Der Sohn eines inzwischen gestorbenen amerikanischen Kriegsveterans und einer thailändischen Mutter ist die Golf-Werbe-Ikone schlechthin. Ohne ihn könnten nicht so viele TV-Gelder erlöst werden, wie sie weltweit ausgeschüttet werden, wenn der "Global Player" ein Turnier spielt. Der Tiger weltweit genießt ein hohes Ansehen; er hat Stiftungen auch zum Wohle von Kindern gegründet und in seiner einmaligen sportlichen Karriere bisher 82 Turniere gewonnen - inklusive der 14 Major-Titel.

DPA / DPA

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