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Golf: Erlösung für Kyle Stanley bei der Phoenix Open

Kyle Stanley erlebte in der letzten Woche einen der schlimmsten Einbrüche der Golf-Geschichte und verschenkte am letzten Loch einen Vorsprung von drei Schlägen – bei der Phoenix Open verließ er nun als strahlender Sieger das Grün. Die Rolle des Unglücksraben übernahm diesmal ein anderer.

Eine Woche nach seinem Desaster in Torrey Pines genoss Kyle Stanley bei der Waste Management Phoenix Open die Genugtuung – mit Verspätung durfte er seinen ersten Sieg auf der US PGA Tour feiern und sich über den Siegerscheck in Höhe von 1,098 Millionen Dollar freuen.

Der 24-jährige Amerikaner spielte bei dem Turnier in Scottsdale, das vor allem durch ein legendäres Par-3-Loch Kult-Status genießt, eine fehlerlose 65er Schlussrunde und verwies mit einem Ergebnis von 14 Schlägen unter Par seinen Landsmann Ben Crane (-14) auf den zweiten Platz.

Desaster von Torrey Pines verarbeitet

Stanley knüpfte nahtlos an seine starke Leistung von letzter Woche an, bei der Farmers Insurance hatte ihn lediglich ein Aussetzer am letzten Loch den sicher geglaubten Sieg gekostet. Mit drei Schlägen Vorsprung war er in Torrey Pines auf die letzte Spielbahn gekommen, ehe sein Ball beim dritten Schlag in Zeitlupe ins Wasser kullerte. Ein Triple-Bogey war die Folge, der Vorsprung dahin und im Stechen verlor er schließlich gegen Brandt Snedeker.

"Du kommst von sehr weit unten wieder nach ganz oben. Ich hatte nicht unbedingt erwartet, dass ich mich derart zurückmelden kann. Ich glaube die größte Herausforderung war herauszufinden, ob ich die letzte Woche hinter mir lassen kann. Ich denke, das ist mir gelungen", erklärte Stanley bei pgatour.com.

Levin übernimmt die Rolle der tragischen Figur 

Die Rolle der tragischen Figur übernahm bei der Phoenix Open Spencer Levin. Dessen Einbruch konzentrierte sich zwar nicht so spektakulär auf ein Loch wie bei Stanley vor einer Woche, war deshalb aber nicht weniger dramatisch.

Der 27-Jährige war mit dem riesigen Vorsprung von sechs Schlägen auf die letzte Runde gegangen und erwischte mit einem Birdie an Loch drei auch einen guten Start. Danach lief Levins Runde völlig aus dem Ruder. Vier Bogeys und ein Doppelbogey musste der Amerikaner hinnehmen und am Ende stand eine frustrierende 75 auf seiner Score-Karte.

Trotz dieses katastrophalen Abschlusses beendete er die Phoenix Open immer noch auf dem dritten Platz. "Es war einfach nicht mein Tag. Ich habe es einfach aus der Hand gegeben. Ich ziehe meinen Hut vor Kyle, er hat eine großartige Runde gespielt", erklärte Levin laut espn.com.

Der Frust saß bei ihm natürlich tief und auch die aufmunternden Worte von Kyle Stanley werden im ersten Moment nur eins schwacher Trost gewesen sein. "Ich fühle natürlich mit ihm. So etwas wünscht man niemandem. Aber er ist ein sehr guter Spieler, viel zu gut, um nicht wieder zurückzukommen", so Stanley bei pgatour.com.

sportal.de / sportal

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