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HANDBALL: Handballer Duschebajew in Untersuchungshaft

Der ehemalige Welthandballer Talant Duschebajew vom Bundesligisten GWD Minden ist gestern vorläufig festgenommen worden.

Der ehemalige Welthandballer Talant Duschebajew vom Bundesligisten GWD Minden ist gestern vorläufig festgenommen worden. Der Spanier sitzt wegen Steuerhinterziehung und des dringenden Verdachts der Verdunklungsgefahr in Untersuchungshaft. Der 32-Jährige soll in die Steueraffäre seines ehemaligen Clubs TuS Nettelstedt verwickelt sein. Wie der Verein am Dienstag bestätigte, verbrachte Duschebajew die Nacht im Gefängnis. »Für mich ist er ein Opfer. Er ist in etwas hineingeraten was nicht er, sondern seine Berater zu verantworten haben«, meinte Nettelstedts ehemaliger Manager Karl-Heinz Thiemeyer.

Schock für die Mannschaft

Dem Vernehmen nach hat Duschebajew Steuern in sechsstelliger Höhe nicht bezahlt. Vor der Inhaftierung war das Haus des gebürtigen Kirgisen von der Steuerfahndung durchsucht worden. Er soll von dem Dortmunder Rechtsanwalt Reinhard Rauball vertreten werden. Auch Mindens Trainer Aleksandr Rymanow wurde von der Nachricht überrascht: »Für die Mannschaft ist es ein Schock. Jetzt müssen wir zur Not ohne ihn auskommen.«

Platzt das Abschiedsspiel?

Der als genial geltende Duschbajew droht auch auch bei der Pokalendrunde am 26./27. Mai auszufallen. Der Pokal-Showdown in Hamburg war eigentlich als Abschiedsspiel von Duschebajew gedacht, weil der Regisseur nach vier Jahren in Deutschland zum spanischen Spitzenclub Ciudad Real wechseln will. Nach Meinung von Thiemeyer hat die Steuerfahndung nicht zuletzt deshalb so schnell und hart reagiert.

Zur Saison 1997/98 war der Weltmeister und Olympiasieger von Teka Santander zum TuS Nettelstedt gewechselt, hatte aber bereits eine Spielzeit später beim Rivalen GWD Minden angeheuert. Dem TuS Nettelstedt wird von der Steuerfahndung Bielefeld vorgeworfen, im Zeitraum Anfang 1997 bis 2000 die Lohnsteuer nicht vollständig und ordnungsgemäß entrichtet zu haben. Bereits im Dezember waren deshalb die Geschäftsräume des Vereins durchsucht worden.

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