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Kommentar: Der letzte Held geht vom Court

Aus, Schluss, vorbei! Die einzigartige Karriere von Andre Agassi ist beendet. Der Ehemann von Steffi Graf wurde bei den US Open nach 21 Tennis-Jahren in Rente geschickt - vom deutschen Underdog Benjamin Becker. Er wird uns fehlen, sogar sehr.

Von Klaus Bellstedt

Ein letztes Mal lieferte Agassi Millionen Fans vor den Fernsehschirmen und 23.000 enthusiastischen New Yorkern eine Show ab, die keiner so schnell vergessen wird. 3 Stunden und 3 Minuten wehrte sich der Amerikaner gegen das drohende Karriere-Ende. Der vielleicht immer noch beste Return-Spieler der Welt rief gegen Becker sein gesamtes Schlag-Repertoire ab, um am Ende nach vier hart umkämpften Sätzen doch als Verlierer vom Court zu gehen.

Das nackte Ergebnis interessierte in den Minuten danach niemanden mehr. Es flossen die Tränen: bei Fans, bei Steffi, bei den Kollegen, bei Journalisten, aber vor allem bei Agassi selbst. Kein Frage: Der Mann aus Las Vegas wird uns allen fehlen. Er wird aber vor allem dem Tennis-Sport fehlen, weil er der letzte Spieler einer Generation war, wie es sie heute nicht mehr gibt. Zu der gehörten natürlich auch ein Boris Becker, ein John McEnroe, ein Goran Ivanisevic und nicht zu vergessen ein Pete Sampras. Mit 14 Titeln immer noch der erfolgreichste Spieler bei Grand-Slam-Turnieren. Allesamt Tennis-Charakterköpfe, die wie Agassi, neben ihrer spielerischen Klasse, vor allem auch ein enormes Maß an Ausstrahlung mit auf den Platz brachten.

"Ich fühle mich wie in einem Film"

Nun haben wir es mit den Federers, Nadals und Roddicks zu tun. Ohne Frage, alles außergewöhnliche Tennis-Spieler. Und doch ein bisschen zu glatt, zu perfekt, zu stromlinienförmig. "Andre Agassi ist im Tennis die wichtigste Persönlichkeit der vergangenen 20 Jahre", sagte die ehemalige Weltranglisten-Erste Lindsay Davenport. "Er hat unseren Sport cool und populär bei der jüngeren Generation gemacht. Er wird geliebt." Und wie! Drei Runden litt das Publikum bei den US Open mit der von chronischen Rückenschmerzen gepeinigten ehemaligen Nummer 1 der Welt. Die Fans versuchten alles, manchmal auch Unfaires, um ihren Helden möglichst lange im Turnier zu halten.

Das bekam auch Benjamin Becker im Hexenkessel des Arthur-Ashe-Stadions zu spüren - und ging damit wie ein Weltklassespieler um. Der Saarländer spulte sein Programm ab, servierte humorlos 27 Asse und überzeugte mit bärenstarken Returns. Für Becker war es der Triumph seines Lebens. "Ich fühle mich wie in einem Film", stammelte der 25-Jährige hinterher coram publico ins Mikrofon. Es schien ihm, nein es war ihm sichtlich peinlich, die ruhmreiche Karriere des großen Andre Agassi gerade beendet zu haben. Dann schlich Becker schnell zurück zu seiner Bank, um dem unterlegenen Hauptdarsteller Platz zumachen.

Große Emotionen zum Abschied

Agassi versagte zunächst die tränenerstickte Stimme, als er sich an die Zuschauer wandte: "Die Anzeigetafel sagt: Ich habe verloren. Was sie nicht sagt, ist die Loyalität und die Großzügigkeit, die ich auf dem Platz gefühlt habe. Ich habe eine Inspiration gefunden. Ihr habt mir Eure Schulter zum Anlehnen gegeben, auch als ich ganz unten war", sagte Agassi, der in seiner Karriere 1144 Profimatches bestritt, acht Grand-Slam-Titel gewann, 60 Turniersiege, drei Daviscup-Erfolgen und Olympia-Gold feiern konnte. "Ich habe Euch während der vergangenen 21 Jahre gefunden und werde die Erinnerung an Euch für immer behalten." Geschliffene Worte eines Tennis-Gentlemans, der kurz danach beinahe fluchtartig die Arena verließ - für immer.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(