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TV-Kampagne: NBA-Stars setzen sich gegen Waffengewalt in den USA ein

Die NBA und einige ihrer Basketball-Stars wollen mit einer TV-Kampagne ein Zeichen gegen Waffengewalt in den USA setzen. Von einem politischen Statement will der Verband aber nichts wissen.

Basketball-Star Stephen Curry aus der NBA

Basketball-Star Stephen Curry aus der NBA ist auch in dem Video zu sehen

Der US-amerikanische Basketball-Verband NBA bezieht in der Debatte um Waffengewalt in den USA klar Stellung. Mehrere Größen der Liga, darunter Stephen Curry, Superstar von den Golden State Warriors, äußern sich in einem 30-sekündigen TV-Spot zu den zahlreichen Todesfällen durch Schusswaffen in den USA. "Ich habe diesen Sommer von einer Schießerei gehört, bei der ein dreijähriges Mädchen beteiligt war. Meine Tochter Riley ist in dem Alter", sagt Curry in dem Clip. Eine ganze Serie der Spots wurde produziert und in den Werbeunterbrechungen der Basketball-Spiele zu Weihnachten einem Millionenpublikum gezeigt.

Neben den NBA-Stars kommen auch zahlreiche Angehörige von Opfern zu Wort, berichten davon, wie sie Menschen durch Schusswaffen verloren haben, während sie deren Bilder in den Händen halten. In den Clips sollen laut einem NBA-Sprecher keine direkten politischen Forderungen gestellt werden. Die Spots "stellen die Opfer und die Erfahrungen einiger unser Spieler mit Waffengewalt in den Vordergrund und sollen ein Bewusstsein für das Thema persönliche Sicherheit in unseren Gemeinden schaffen", wird der Sprecher von der "New York Times" zitiert.


Spots von "Everytown for Gun Safety"

Produziert und bezahlt wurden die Spots von der Organisation "Everytown for Gun Safety", die sich als Gegenpart zur mächtigen National Rifle Association (NRA) sieht und sich für strengere Waffengesetze einsetzt. Da das Thema ein sehr kontrovers diskutiertes in den USA ist, stellt der Basketball-Verband klar, dass man nicht mit der "politischen Lobby" der Organisation kooperiere, sondern lediglich mit dem "Bildungsbereich" von "Everytown".

Lobende Worte für den Schritt der NBA gab es von ganz oben. US-Präsident Barack Obama tweetete: "Ich bin stolz auf die NBA, weil sie sich gegen Waffengewalt einsetzt. Mitgefühl mit den Opfern ist nicht genug - für einen Wandel müssen wir alle unsere Stimme erheben."

fin

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