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NFL: Any Given Wednesday - Wie gut oder schlecht ist Tony Romo?

Auf Sonnenschein folgte für Tony Romo mal wieder Regen: Der Quarterback der Dallas Cowboys begünstigte am Sonntag die Niederlage seines Teams. Somit hatten die Kritiker ein gefundenes Fressen und wir fragen uns: zu Recht? Ebenfalls etwas zu meckern hatte zum zweiten Mal in Serie Jets-Legende Joe Namath.

Geliebt, verdammt, verhasst, vergöttert – für NFL-Quarterbacks gibt es je nach Leistung Wechselbäder der Gefühle. Tony Romo von den Dallas Cowboys schlägt in dieser Woche sicher ungern Zeitungen auf oder liest Sportseiten im Internet. Schließlich wird er für die Niederlage der Texaner gegen die Detroit Lions verantwortlich gemacht.

Ein bisschen ist das Ganze auch Wasser auf den Mühlen derjenigen Leser, die bei der Quarterback Top Ten Unverständnis über meine Entscheidung, Romo als einen der zehn Besten zu bezeichnen, nur den virtuellen Kopf schüttelten. Und sie haben teilweise recht.

Sollte Romo übrigens tatsächlich mal einen Blick ins Internet werfen, dürften ihm die aufmunternden Worte eines anderen Stars aus Dallas aufgefallen sein: "Lieber Tony Romo. Mach Dir keine Sorgen über die Kritiker. Ich musste mir diesen ganzen Müll eine lange Seite anhören. Arbeite einfach hart und verbessere Dich weiter", machte Dirk Nowitzki ihm via twitter.com Mut.

Teamversagen oder schlechter Quarterback?

Den hat Romo auch bitter nötig, wird er doch größtenteils für 21 der 34 Punkte direkt oder indirekt verantwortlich gemacht. Gucken wir doch noch einmal genauer hin. Beim Stand von 27:3 fing Bobby Carpenter die erste von drei Romo-Interceptions. Carpenter hatte von Anfang an den Spielzug im Blick und schien zu ahnen, wen Romo anpeilte. Doch dieser hätte den Linebacker ebenso sehen müssen. Und nach einem Versuch, den Ball über Carpenter zu werfen, wie es Kommentator Joe Buck von FoxSports vermutete, sah dies nicht aus. Das hätte also nicht sein müssen, Mister Romo. Zu 90 Prozent war das sein Ballverlust.

Bei Interception Nummer zwei war es zwar dieselbe Seite, aber für diesen Ballverlust ist neben Romo auch Wide Receiver Laurent Robinson und natürlich Lions-Cornerback Chris Houston verantwortlich. Der antizipierte wie Kollege Carpenter die Passrichtung und das Ziel, rang Robinson, der einen Schritt zu spät kam, den Ball ab. Eine Interception, wie sie jedem passieren kann. Lustig übrigens, dass bei der Live-Übertragung just vor diesem Spielzug der Running Backs der Coach der Cowboys gezeigt wurde – vielleicht hätte ein Lauf an dieser Stelle gut getan. Trotzdem: 50 Prozent der Interception darf Romo auf seine Kappe nehmen, denn er muss dort erneut nicht hinwerfen.

Selbiges gilt noch mehr für die letzte Interception. Wenn man mit 30:27 im eigenen Stadion führt, das Laufspiel funktioniert, der Quarterback bereits zwei Turnover fabriziert hat und man beim ersten Versuch an der eigenen 20-Yard-Linie bei etwas über vier Minuten zu spielen einen mittellangen Pass versucht – dann sollte man sich schon sehr sicher sein, dass der eigene Mann nicht einen Bewacher wie Stephen Tulloch bei sich hat. Wieviel Schuld hier Tight End Jason Witten trifft, vermag ich nicht zu sagen. Für mich sah es ein wenig danach aus, als wenn Romo hier auf die Fähigkeiten Wittens vertraut hatte, ohne Tulloch wirklich zu sehen. 60 Prozent gehen auf sein Konto.

Fazit: Alle drei Interceptions hätten vermieden können – aber nicht von Romo alleine. Zwei der drei Ballverluste dürfen sich Coach Jason Garrett und Romos Mitspieler mit auf die Fahne schreiben. Und liebe Dallas-Offense, auch wenn ich weiß, dass dies nicht euer Job ist, aber: Carpenter hätte man gut und gerne tacklen dürfen. Noch gebe ich also Romo nicht ganz auf – zum Leidweisen von Quarterbacks wie Brian Griese ist dies jedoch meist eine Art Todeskuss.

Namath gegen die Jets, Teil 2

Eine Woche nachdem New Yorks Coach Rex Ryan von Jets-Legende Joe Namath sein Fett wegbekommen hat, hat sich Broadway Joe nach dem 17:34 bei den Baltimore Ravens andere Verantwortliche für die erneute Niederlage gesucht. Hauptopfer, und das nicht zu Unrecht, war Wide Receiver Santonio Holmes, der die Offensive Line und Quarterback Mark Sanchez nach der Schlappe als Schuldige ausgemacht hatte.

Namath verurteilte auf espn.com diese Kritik und fand einen anderen Haupt-Schuldigen, nämlich die Personalverantwortlichen der Jets, die gerade in der O-Line seiner Meinung nach nicht für genug Tiefe gesorgt hatten. Der Ausfall eines Pro-Bowl-Centers wie Nick Mangold ist in den meisten Fällen nicht zu 100 Prozent zu ersetzen, Rookie Colin Baxter, sowie die Guards Vladimir Ducasse und Matt Slauson erfüllten diese Aufgabe auf jeden Fall nicht. Besonders O-Line-Coach Bill Callahan musste sich für die Aktion, Baxter hinauszunehmen und Slauson auf die Center-Position und daneben Ducasse zu stellen, einiges von Namath anhören. "Das macht einem Angst", lautete Namaths Urteil bei espn.com über die Offensive Line.

Abgesehen davon, dass Namath natürlich recht hat, Teamkapitän Holmes für seinen Auftritt nach dem Spiel zurechtzuweisen: Sanchez und Baxter wirkten nicht besonders souverän bei drei Fumbles, für die Interceptions muss man Sanchez allerdings weniger verantwortlich machen (siehe unten). Und so halte ich Baxters kurzzeitige Auswechslung auch für weniger problematisch als Namath. Allerdings muss sich das Front Office sicher Gedanken machen, wenn Mangold weiter fehlt.

Packers und dann...

Damit zu den Top Fünf, bei denen nämlich die Ravens eine Hauptrolle haben. Doch zunächst zu den Blue Chips – natürlich sind die Green Bay Packers und Detroit Lions als einzig ungeschlagene Teams hier gesetzt. Wobei die Packers im NFC-North-Duell für mich immer noch die Nase vorne haben, denn so souverän, wie Denver überrollt wurde, sind sie derzeit einfach das beste Team. Die Lions zeigten jedoch, neben dem Glück gegen Romo und lustiges Play-Calling zu spielen, dass sie a. nie den Kopf hängen lassen und b. Geschenke des Gegners in Punkte verwandeln können. Zwei Eigenschaften, die guten Teams ins Stammbuch geschrieben sind.

Dahinter würde ich doch wieder die New England Patriots ansiedeln. Brady sorgte beim 31:19 bei den Oakland Raiders für das erwartet schnelle Verstummen der Kritiker. Im Tandem mit Wes Welker, aber auch mit seinen anderen Wide Receivern, ist er schwer zu stoppen. Zumal er, zumindest gegen die Raiders, Unterstützung von seinen Running Backs BenJarvus Green-Ellis und Stevan Ridley bekam. Die Offense der Pats ist wieder einmal nicht zu stoppen, deren Defense sollte den Fans in Boston sorgen machen – auch wenn 340-Pfund-Mann Vince Wilfork mit seinen Interceptions Spaß macht.

Bei den Ravens ist es dagegen umgekehrt: Die Defense muss jedem Gegner Angst machen. Beste Beispiele aus dem Sieg gegen die Jets waren der von Ed Reed in unnachahmlicher Manier provozierte Fumble, den Jamaal McClain zur ersten Führung in die Endzone zurücktrug, und Lardarius Webbs Interception, die er zum Touchdown verwandelte, waren einmal mehr Aktionen aus dem Lehrbuch für NFL-Verteidigungen. Etwas skeptisch bin ich immer noch wegen der Ravens-Offense. Der Sieg über die Jets war sicher nicht Joe Flaccos Spiel – aber die Ravens sind aufgrund ihrer Defense sicher kein schlechtes Pflaster für solche "Aussetzer".

Die Auswahl der Nummer fünf war hart, doch das Ausschlussprinzip half bei den übrigen Teams mit 3:1-Bilanz erneut: Die Bills verloren ihr Spiel, die Giants, Titans, Chargers, Saints, Buccaneers und Redskins gewannen gegen hoffnungslos überforderte Gegner, die sich eher im Kampf um den ersten Draftpick, denn im Kampf um die Playoffs befinden. Blieben noch die Texans und die 49ers. Da entscheide ich mich doch einfach für den Underdog aus San Francisco, der zudem das vermeintliche Dreamteam Philadelphia Eagles in einem Überraschungscoup 24:23 besiegte. Coach Jim Harbaugh scheint angekommen.

From Heroes to Zeroes

Die Überschrift gilt natürlich vor allem für die Indianapolis Colts, die ja dank der unsäglichen Verletzungsgeschichte um Peyton Manning bereits das eine oder andere Mal Thema an dieser Stelle waren. Sie stehen als einstiges Abo-Playoffteam in dieser Woche mit 0:4 da, dazu muss man aber sagen, dass Manning nicht der einzige Ausfall ist, den es zu beklagen gibt. Sieben Spieler befinden sich derzeit auf der Injured Reserve List, dazu kommen noch solche Fälle wie der von Ersatz-Quarterback Kerry Collins, der wegen seiner Gehirnerschütterung aussetzen musste.

Dafür zog sich Ersatz-Ersatz-Quarterback Curtis Painter gar nicht so schlecht aus der Affäre – zwei lange Touchdownpässe standen ihm gut zu Gesicht. Auch wenn er sich beim ersten bei seinem Wide Receiver Pierre Garcon und Tampa Bays Aqib Talib für dessen schlechtes Tackling bedanken durfte. Der zweite Pass fand Garcon ebenfalls recht schnell, der dank gutem Blocking und Haken schlagen in die Endzone gelangte. Schöne Zahlen bedeuten noch lange kein schönes Spiel. Aber für die Erwartungen an Painter dürfte die Leistung reichen.

Mit Abstrichen gilt "from hero to zero" auch für die Vikings, die ja immerhin vor zwei Jahren kurz vor dem Super Bowl standen. Wo anfangen, wo aufhören bei den Vikes? Gute Frage, im Moment lässt sich vor allem eines sagen: Redskins-Coach Mike Shanahan sieht angesichts seiner Degradierung McNabbs im letzten Jahr nicht mehr ganz so dumm da, wie damals gesagt wurde. Zu den Miami Dolphins bleibt dagegen nur soviel zu sagen – sollten sie nicht aus der anstehenden Bye-Week ohne eine Entlassung von Coach Tony Sparano herausgehen, brauchen sie den Trainerwechsel in dieser Saison nicht mehr durchzuführen und können auf den Erstrundenpick im Draft hoffen.

Noch ein Wörtchen über die St. Louis Rams zu verlieren, wäre hier fast des Guten zu viel. Die Frage, die sich mir stellt: Wann wird es eine Saison geben, wo alle Teams, von denen man sich viel verspricht, dies auch halten? Die Rams galten bei vielen als Divisionssieger der NFC West, jetzt heißt es: Willst du St. Louis oben sehen...

Den Ehrenplatz in dieser Flop fünf bekommen bei mir in dieser Woche die Arizona Cardinals, bei denen Kevin Kolb zwei Sachen eindrucksvoll bewies: Wie man einem verlorenen Ball NICHT hinterrennt – mit dem ganzen Körper draufwerfen ist die Goldene Regel – und wenn man einen weiten Pass auf Larry Fitzgerald werfen möchte, diese auch wirklich in hohem Bogen und nur für den eigenen Wide Receiver werfen. Okay, das letzte war etwas harsch, Giants Safety Antrel Rolle gebührt ein großes Stück vom Kuchen. Aber ich bin noch nicht von Kolb als NFL-Quarterback überzeugt.

Sven Kittelmann

sportal.de / sportal

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(