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NHL Penguins schießen Flyers mit 10 -3 ab


Die verbalen Scharmützel gegen Sidney Crosby vor Spiel vier der NHL-Playoffserie zwischen Pittsburgh und Philadelphia scheinen die Penguins ordentlich angestachelt zu haben. Mit einem Kantersieg schossen sie die Flyers aus deren eigener Halle und verkürzten in der Serie auf 1:3.

Schlägereien und auf mehrere Stunden aufaddierende Strafzeiten wie in der vorangegangenen Partie drei gab es in Spiel vier der NHL-Playoffserie zwischen den Philadelphia Flyers und den Pittsburgh Penguins zwar keine, dafür einen neuen Torrekord. Denn beim 10:3-Sieg der Penguins, durch den sie den Rückstand in der fast verloren geglaubten Serie auf 1:3 verkürzten, stellten beide Teams einen neuen Playoff-Rekord für die meisten Treffer nach vier Spielen auf.

Die Stimmung in Philadelphia war vor Beginn explosiv. Der Superstar der Penguins Sidney Crosby hatte die Gastgeber gegen sich aufgebracht, als er sich nach Spiel drei abfällig über den Gegner geäußert hatte. Die Zuschauer in der Halle hatten ihn daher mit Schmäh-T-Shirts, Banner und gellenden Pfiffen empfangen, die Boulevardpresse mit bissigen Überschriften.

Von Crosby, dem "feigen und wehleidigen Pinguin", war in den Blättern die Rede. Doch diese Attribut rechtfertigte er auf dem Eis kein Stück. Im Gegenteil – stattdessen steuerte er zwei Assists und ein ganz wichtiges Tor zum Kantersieg seiner Mannschaft bei und meinte angesichts der Negativstimmung gegen ihn laut espn.com nach dem Spiel nur cool: "Das ist ja nicht das erste Mal, dass ich so etwas erlebe. Von daher hat mich das auch nicht überrascht."

Flyers im zweiten Drittel von Penguins überrannt

Überrascht waren daher wohl auch eher die Flyers. In der Hoffnung, bereits im vierten Spiel und in eigener Halle den Einzug in die nächste Playoffrunde klar machen zu können, waren sie angetreten. Im ersten Drittel war es ein hartumkämpftes Spiel. Claude Giroux (2.) nutzte ein Powerplay zur Führung, doch ein Doppelschlag der Penguins durch Evgeni Malkin (4.) und Matt Niskanen (9.) drehten das Blatt kurzzeitig. Kimmo Timonen und Jakub Voracek (beide 16.) brachten wieder die Hausherren in Front, ehe Crosby (17.) der wichtige 3:3-Ausgleich gelang und Jordan Staal (18.) wieder für die Führung sorgte.

Und die ließen sie sich nicht mehr nehmen. Kris Letang (24.), Jordan Staal (28.), Steve Sullivan (31.), Pascal Dupuis (35.) und erneut Staal (37.) trafen im einseitigen zweiten Abschnitt nahezu nach Belieben, ehe Malkin (44.) mit seinem zweiten Treffer im Schlussdrittel der Endstand gelang. Die meisten der Flyers-Fans hatten zu diesem Zeitpunkt allerdings schon längst frustriert die Halle verlassen und den Heimweg angetreten.

Goalie Schneider hält Canucks am Leben

Ebenfalls im NHL-Rennen hielten sich die Vancouver Canucks, die durch einen 3:1-Sieg über die Los Angeles Kings im vierten Spiel der Playoffserie den ersten Punkt machten und auf 1:3 verkürzten. Vancouvers Goalie Cory Schneider glänzte mit 43 Saves und einem gehaltenen Penalty gegen Dustin Brown. "Ich habe alles, was ich konnte gegeben, um uns im Spiel zu halten. Das muss ein Goalie tun, vor allem auswärts“, erklärte er laut AP bescheiden.

Schneider tat seine Pflicht hinten, vorne machten nach dem zwischenzeitlichen 0:1-Rückstand durch Anze Kopitar (14.) Alexander Edler (25.), Kevin Bieksa (29.) und Henrik Sedin (46.) alles klar.

Nächste Overtime-Pleite für Rangers gegen Ottawa

Gar nichts klar ist in der NHL-Playoffserie zwischen den New York Rangers und den Ottawa Senators nach vier Spielen. Der 3:2-Heimsieg der Senators brachte den Kanadiern den 2:2 Ausgleich.

Zunächst hatte es allerdings nicht danach ausgesehen, da New York durch Anton Stralman (1.) und Ryan Callahan (7.) früh davonzueilen schien. Doch im zweiten Drittel wendete sich das Blatt. Milan Michalek (28.) und Sergei Gonchar (38.) glichen aus. Nach torlosem dritten Abschnitt musste die Overtime entscheiden.

Und hier sprach die Statistik eindeutig für Ottawa, denn die Rangers hatten zuvor bereits sechs Postseason-Overtime-Spiele in Folge verloren. Senator Kyle Turris sorgte mit seinem Treffer in der dritten Minute der Overtime, dass sich diese Negativserie nun auf sieben verlängerte.

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