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OLYMPIA: Olympische Spiele »retten« Athen

Es scheint, als könnte die entstehende Infrastruktur für die Olympischen Spiele 2004 die griechische Hauptstadt von der Luftverschmutzung befreien.

Die Luftverschmutzung rund um die griechische Hauptstadt ist in den letzten 14 Jahren deutlich zurückgegangen. Athen ist nicht mehr ganz oben auf der Liste der am meisten verschmutzten Städte der Welt. Es scheint als könnte die entstehende Infrastruktur für die Olympischen Spiele 2004 die griechische Hauptstadt von der Plage der Luftverschmutzung retten. Dies gab am Dienstag der griechische Umweltminister Kostas Laliotis in Athen bekannt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Werte des Kohlenmonoxyds (CO2), des Stickstoffs und des Ozons seien nach den Worten des Ministers stark zurückgegangen. Dies sei auf die Inbetriebnahme verschiedener neuer Verkehrsmittel zurückzuführen, hieß es. Unter anderem wurde in den letzten Jahren die Athener U-Bahn (Metro) in Betrieb genommen, die mehr als 120 Jahre alte Athener Stadtbahn wird stufenweise modernisiert und der alte Athener Flughafens Hellinikon wurde geschlossen. Der neue in der Region Spata liegt 28 km außerhalb der Stadt. Darüber hinaus wurden zahlreiche neue Umgehungsstraßen rund um die Metropole gebaut und mehr als zwei Millionen Autos ohne Katalysator aus dem Verkehr gezogen. Die Situation werde sich in den nächsten Jahren weiter verbessern. Neue Verkehrsmittel wie eine Vorortstadtbahn sollen angesichts der Olympischen Spiele 2004 bald in Betrieb genommen werden, gab der Minister bekannt.

Mehr Autos, weniger Dreck

Wegen der Verbesserung der Lage sind im Raum Athen in den letzten fünf Jahren keine Verkehrseinschränkungsmaßnahmen verhängt worden. Vor 1987 gab es jährlich im Durchschnitt vier Tage, an denen die Luftverschmutzung in der Hauptstadt so hoch war, dass das Stadtzentrum für PKW tabu war. Wie der Minister bekannt gab, seien in den ersten Monaten dieses Jahres die Werte des Kohlenmonoxyds im Vergleich zum Jahr 1987 um 23,5 Prozent, des Rauchs um 15,9 Prozent und der stickstoffhaltigen Gase um 26,2 zurückgegangen. Und dies, obwohl die Zahl der Autos, die in Athen fahren, in den letzten 14 Jahren dramatisch gestiegen ist. Während im Jahr 1987 rund 1,4 Millionen Kraftwagen aller Art in Athen fuhren, gibt es heute in der griechischen Hauptstadt mehr als 3,15 Millionen Fahrzeuge.

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