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Olympia: Prominenz für Leipzig

Lothar Späth wird die Olympia-Bewerbung der Ost-Metropole als Mitglied des Aufsichtsrats unterstützen. Repräsentant will er jedoch nicht werden - ihm fehlt die Zeit dafür.

Erst CDU, jetzt die Olympia - als Wirtschaftsexperte ist Lothar Spät begehrt. Er wird zwar nicht der neue Repräsentant, aber dafür will der frühere baden-württembergische Ministerpräsident die Olympia-Bewerbung Leipzigs aus vollen Kräften unterstützen. "Herr Späth wird Mitglied im Aufsichtsrat der Bewerber GmbH werden und wird seine Erfahrungen und sein Knowhow in die Bewerbung einbringen", sagte Bundesinnenminister Schily. Die operative Geschäftsführung könne der Ex-Politiker jedoch aus zeitlichen Gründen nicht übernehmen, unterstrich Schily.

Der Aufsichtsrat der Leipziger Bewerbergesellschaft sucht derzeit ein neues Gesicht. Nach einer Serie von Affären versucht die Olympia GmbH nun mit einem neuen Management die Krise zu meistern. Momentan ist Mike de Vries alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft. Späths Persönlichkeit, seine politischen Vergangenheit und seine Wirtschaftskompetenz machten ihn zum Favorit für den Posten. Er ist jedoch nicht der einzige Kandidat. Am 19. November tagt der Aufsichtsrat der Bewerbergesellschaft in Frankfurt am Main. An diesem Termin soll auch der mögliche Kandidat bekannt gegeben werden.

Fragebogen geht vor

Aus Sicht der Bewerbungs-GmbH ist die Personalentscheidung jedoch nicht dringend. Zunächst muss die Gesellschaft den Fragebogen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bis zum 15. Januar beantworten. Auf Basis dieser Fakten sortiert das IOC-Exekutivkomitee am 18. Mai in einer Vorrunde einige der neun Bewerber um die Spiele 2012 aus. Im Juli 2005 gibt das Komitee den "Sieger" bekannt.

Späth ist Vorstandsvorsitzender der Jenoptik in Jena. Unter seiner Führung konnte sich das frühere DDR-Kombinat zu einem erfolgreichen Technologiekonzern entwickeln. Seit Beginn des Jahres steht Späth an der Spitze des Aufsichtsrats.

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