RADSPORT Tschüss Telekom - Jan Ullrich will nicht mehr

Wie der Tour-de-France-Sieger von 1997 am Mittwoch auf seiner Internetseite mitteilte, will er keinen neuen Vertrag mehr bei dem deutschen Radrennstall unterschreiben.

Olympiasieger Jan Ullrich verlässt das Team Telekom. Wie der Tour-de-France-Sieger von 1997 am Mittwoch auf seiner Internetseite mitteilte, will er keinen neuen Vertrag mehr bei dem deutschen Radrennstall unterschreiben. »Ich habe nach den Turbulenzen in diesem Jahr angekündigt, dass ich einen Schnitt machen möchte. Ich suche eine neue Herausforderung, einen völligen Neuanfang«, schrieb der 28 Jahre alte Radsport-Profi auf seiner Website und ergänzte: »Ich weiß, dass ich meine Fähigkeiten noch nicht voll ausgeschöpft habe. Ich möchte mit neuer Motivation in die kommende Saison starten.«

Vorzeitiges Vertragsende

Der ursprünglich bis 2003 befristete und seit Juli im Zuge seines Drogen-Falls ruhende Vertrag endet damit vorzeitig. Ullrich ist wegen seiner Tabletten-Affäre noch bis zum 23. März 2003 gesperrt. Er bereitet sich derzeit nach zwei Knieoperationen im Mai und im August auf die Saison im kommenden Jahr vor.

»Dieser Schritt ist mir nicht leicht gefallen«

Insgesamt war er etwas über sieben Jahre beim Bonner Rennstall. »Dieser Schritt ist mir nicht leicht gefallen, denn ich habe mich im Team immer wohl gefühlt«, sagte der Merdinger. »Nur mit der Unterstützung aller Telekom-Kollegen und des guten Managements war es mir möglich, meine großen Erfolge zu feiern.«

Mehrere Teams im Gespräch

Das Team Telekom sei frühzeitig über den Schritt informiert worden, damit der Rennstall planen könne, sagte Ullrich-Manager Wolfgang Strohband der dpa. Die Entscheidung, für wen der Merdinger künftig fahren wird, ist laut Strohband noch offen. »Ich kann jetzt noch nichts dazu sagen. Wir sind mit mehreren Teams im Gespräch.«

Genug Angebote liegen vor. Interesse an Ullrich bekundete unter anderem der ehemalige Telekom-Kapitän Bjarne Riis, der heute den dänischen Rennstall CSC Tiscali leitet. Auch das Essener Team Coast und dessen Manager Marcel Wüst hatten sich an einem Ullrich- Engagement interessiert gezeigt.


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