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Rückkehr: Alex Zanardi wieder auf der Rennpiste

Der Rennfahrer Alex Zanardi ist Stargast beim Champ-Car-Rennen am Wochenende. Und begibt sich auch selbst wieder auf den heißen Asphalt.

Tausende Motorsportfans haben Alessandro Zanardi bei seiner Rückkehr auf den EuroSpeedway einen begeisternden Empfang bereitet. 20 Monate nach seinem Horrorunfall, bei dem der Italiener am 15. September 2001 beide Beine verloren hatte, ist der 36-Jährige der Stargast des Champ-Car-Rennwochenendes in der Lausitz. "Ich wollte unbedingt zurückkommen. Meine Botschaft an alle lautet: Man kann auch ganz schwierige Hindernisse überwinden, wenn man an sich glaubt", sagte Zanardi auf einer Pressekonferenz am Freitag.

"Welcome back, Alex!"

Auf vielen Plakaten und Spruchbändern hatten die Fans ihr Idol willkommen geheißen, Hände wurden geschüttelt, auf Schultern geklopft. "Ich bin sehr glücklich, wieder an diesem Ort zu sein. Und diese Gefühle will ich mit den Fans teilen", erklärte der beinamputierte Italiener, der trotz seiner Behinderung ein glücklicher Mensch und "ein Rennfahrer mit Leib und Seele" geblieben ist. Und auch der Spaßvogel, als den ihn seine Freunde und Fahrerkollegen kennen: "Mein Kopf und mein Gehirn sind nicht mehr geschädigt als vorher."

Zanardi wird das Rennen starten

Zanardi will bei seinem Comeback vor allem "viel Spaß" haben. Als Grand Marshal der CART-Organisation wird der zweimalige Champion am Sonntag (Start 14.00 Uhr/ARD live ab 15.15 Uhr) das erste Oval-Rennen der diesjährigen Champ-Car-Serie starten. Zuvor wird er in einem für ihn umgebauten Rennwagen jene 13 Runden nachholen, die ihm nach dem Unfall im September 2001 verwehrt geblieben waren. Gas und Kupplung kann Zanardi mit der Hand bedienen, das Bremspedal mit seiner rechten Beinprothese. Das Champ Car trägt 'seine' Nummer 66 und ist original in den damaligen Farben lackiert.

Die schnellste Rennsportserie der Welt

Die 'German 500' sind das fünfte von 19 Saisonrennen, das zweite in Europa. Nach 2001 gastiert die schnellste Rennsportserie der Welt mit Spitzengeschwindigkeiten von rund 380 km/h zum zweiten Mal auf dem Trioval in der Lausitz. In Führung liegt nach drei Siegen der Kanadier Paul Tracy mit 65 Punkten vor dem Brasilianer Bruno Junqueira (54) und dem Mexikaner Michel Jourdain (42).

DPA
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