SKISPRINGEN Hannawald auf verlorenem Posten


Sven Hannawald hat »Überflieger« Adam Malysz in Villach nicht stoppen können. Er musste sich sechs Tage nach seinem Sieg in Titisee-Neustadt dem Polen auf der Normalschanze geschlagen geben.

Sven Hannawald hat den »Überflieger« Adam Malysz auch beim Skisprung-Weltcup in Villach nicht stoppen können. Der Skiflug- Weltmeister aus Hinterzarten musste sich sechs Tage nach seinem Sieg in Titisee-Neustadt dem überragenden Polen auf der Normalschanze in Österreich geschlagen geben. Malysz gewann mit 271,5 Punkten und stellte im ersten Durchgang mit 99,5 m einen Schanzenrekord auf. Mit seinem dritten Saison-Sieg baute Malysz seine Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Matti Hautamaeki aus Finnland wurde Zweiter (252,0) vor dem Japaner Kazuyoshi Funaki (243,0).

Hoffnung auf das Mannschaftsspringen

Hannawald sprang bei wechselnden Bedingungen 91,5 und 93 m und landete damit aud Platz vier. »Eigentlich bin ich zufrieden mit dem viertem Platz«, sagte der 27-Jährige, der sich mehr auf den großen Schanzen zu Hause fühlt. Im Mannschaftsspringen am Sonntag will Hannawald mit dem Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) aufs Treppchen: »Und dann freue ich mich auf die Großschanze am kommenden Wochenende in Engelberg«. Bundestrainer Reinhard Heß hatte Hannawald eigentlich Platz 2 zugetraut: »Aber Sven war heute nicht frei, deswegen kam er nicht auf das Stockerl.«

Mäßige Resultate des Teams

In Abwesenheit von Weltmeister Martin Schmitt, der momentan unter Anleitung von Co-Trainer Wolfgang Steiert in Lillehammer seinen Trainingsrückstand nach seiner Virus-Infektion aufholt, konnten sich auch die anderen deutschen Springer nicht im Vorderfeld platzieren. Alexander Herr kam mit 89,5 und 91 m auf Platz 16, Michael Uhrmann erreichte Rang 20.

Die Kante nicht getroffen

Bundestrainer Heß hatte mehr erwartet. »Sicher kann man damit nicht zufrieden sein, aber ich denke nicht, dass deswegen die deutsche Ski-Welt zusammenbricht. Wir sind nicht fehlerfrei gesprungen und haben am Schanzentisch nicht die Kante getroffen«, sagte der Thüringer, der neben Schmitt auch dem Oberhofer Newcomer Stefan Hocke eine Wettkampfpause verordnet hatte.

Weltcup-Punkte sammelten auch noch Christof Duffner als 26., Jörg Ritzerfeld als 29. und Hansjörg Jäkle als 30. Für den Schwarzwälder dürfte das entscheidende Ereignis des Wochenendes aber eh in seiner Heimat stattfinden: Ehefrau Martina steht kurz vor der Entbindung.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker