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Tennis Florian Mayer steht am Rothenbaum im Achtelfinale

Für Philipp Petzschner war die Hürde Marcel Ilhan am Hamburger Rothenbaum noch zu hoch, doch Florian Mayer sorgte nur einen Tag später für die Revanche aus deutscher Sicht. Nach den jüngsten Rückschlägen ließ sich der Halbfinalist aus dem Vorjahr nicht aus der Ruhe bringen und siegte glatt in zwei Sätzen mit 6:4 und 7:6.

Für Philipp Petzschner war die Hürde Marcel Ilhan am Hamburger Rothenbaum noch zu hoch, doch Florian Mayer sorgte nur einen Tag später für die Revanche aus deutscher Sicht. Nach den jüngsten Rückschlägen ließ sich der Halbfinalist aus dem Vorjahr nicht aus der Ruhe bringen und siegte glatt in zwei Sätzen mit 6:4 und 7:6 (7:5).

"Es macht jedes Jahr unglaublichen Spaß hier zu spielen. Ich darf mir aber keinen Druck machen", sagte Mayer. Auch der Ditzinger Qualifikant Bastian Knittel spielte auf dem Centre Court groß auf, hatte das Happy-End am Ende jedoch nicht auf seiner Seite. Nach einem dreistündigen Marathon-Match musste er sich dem Kroaten Marin Cilic mit 3:6, 7:6 (7:4), 4:6 geschlagen geben.

Cilic trifft am Donnerstag im Achtelfinale des mit einer Million Euro dotierten Traditionsturnier auf den Lübecker Tobias Kamke. Mayer bekommt es hingegen in der Runde der letzten 16 mit dem Argentinier Juan Monaco zu tun, während Julian Reister gegen den Russen Michail Juschni um den Einzug ins Viertelfinale kämpft.

Meyer als Zugpferd nicht ganz unwichtig

Turnierdirektor Michael Stich dürfte froh gewesen sein, dass sich der Weltranglisten-20. Mayer vom türkischen Underdog Ilhan nicht aufhalten ließ. Mit dem Break zum 2:1 sorgte der 27-Jährige in Durchgang eins für den entscheidenden Vorsprung. Wesentlich mehr Mühe hatte Mayer im zweiten Satz, als er Ilhan zwar dreimal das Service abnahm, aber jeweils das Re-Break einstecken musste.

"Ich habe die Zuschauer etwas auf die Folter gespannt", scherzte Mayer später. Erst im Tiebreak brach der Davis-Cup-Profi Ilhans Widerstand auf dem roten Sand von Hamburg und riss nach 1:27 Stunden die Arme gen Himmel.

Obwohl er seit einigen Wochen zum illustren Kreis der Top 20 zählt, wartet Mayer noch immer auf seinen ersten ATP-Titel, will sich aber gerade in der Heimat nicht unnötig unter Druck setzen lassen. "Irgendwann wird er schon kommen, aber ob es hier passiert, kann ich nicht versprechen", sagte Mayer.

Knittel und Haas raus

Knittel verpasste dagegen eine weitere Überraschung, obwohl der 27-Jährige dem einstigen Top-Ten-Mann Cilic auf dem Centre Court einen großen Kampf lieferte. Mit 4:2 lag Knittel im dritten Satz schon in Führung, ehe ihm die Nerven einen Strich durch die Rechnung machten. Beim Stand von 4:4 im dritten Satz hatte der Schwabe, der erstmals in der zweiten Runde eines ATP-Turniers stand, sogar weitere Breakchancen. Doch nach exakt drei Stunden wurde Cilic schließlich seiner Favoritenrolle gerecht.

Ebenfalls nicht ganz ohne Mühe ging es für den an Nummer zwei gesetzten Österreicher Jürgen Melzer, der nach hartem Kampf schließlich doch die Oberhand behielt und den Spanier Daniel Gimeno-Traver in drei Sätzen mit 6:3, 5:7, 6:1 besiegte.

Beim ATP-Turnier in Atlanta musste der gebürtige Hamburger Tommy Haas hingegen einen weiteren Rückschlag bei seiner Comeback-Tour hinnehmen. Der 33-Jährige verlor gegen den Amerikaner Robby Ginepri mit 4:6, 5:7. Für Haas war es seit seiner Rückkehr nach mehr als einjähriger Verletzungspause die fünfte Niederlage im sechsten Spiel.

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