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Tennis in Wimbledon: Marathon-Mann Isner scheidet in Rekordzeit aus

Sein langer Kampf war vergebens: Nur einen Tag nachdem er das längste Match der Tennisgeschichte im fünften Satz mit 70:68 gewonnen hatte, ist der US-Amerikaner John Isner in Wimbledon ausgeschieden. Er unterlag dem Niederländer Thimo de Bakker in 73 Minuten. Es war das bisher kürzeste Spiel des Turniers.

Schon um Punkt 12 Uhr musste er am Freitag wieder antreten. Zweite Runde gegen einen Niederländer namens Thimo de Bakker. Er konnte nicht gewinnen. Normalerweise wäre dieses Match nicht der Rede wert, aber nichts in Wimbledon ist mehr normal um John Isner, seit der Amerikaner dem Franzosen Nicolas Mahut im längsten Tennismatch der Geschichte gegenübergestanden hat. Dem 11:05-Stunden-Marathon über drei Tage, der erst am Donnerstag beim Stand von 70:68 im fünften Satz zu Ende gegangen war.

Keine 20 Stunden später also stand Isner wieder auf dem Platz, dessen Ränge bereits eine Stunde vorher brechend voll waren. Aber statt einer weiteren Show gab es das erwartete schnelle Aus für den Amerikaner, der bei seiner 0:6, 3:6, 2:6-Niederlage vollkommen chancenlos war. Er bewegte sich schwerfällig, der Arm tat offenbar weh, nichts ging. Nur 73 Minuten dauerte das Spiel. Dann war Isner erlöst: "Ich hatte kein Gas mehr in mir."

Riesenapplaus und Bodyguard

Von einem Bodyguard wurde der 25-Jährige vor der Partie durch die Menschenmassen auf den Außenplatz geführt. Riesenapplaus brandete auf, als er den Rasen betrat. Er ist eine Attraktion geworden. Sportlich hatte er keine Chance mehr nach den Anstrengungen der letzten Tage. "Ich war körperlich und mental ausgelaugt", sagte Isner, "ich hatte keine Chance."

Noch krasser erging es Mahut, der noch am Donnerstagabend auf "seinem" Platz 18 mit Partner Arnaud Clement zum Doppel antreten musste. Das Spiel wurde - unglaublich - wegen Dunkelheit abgebrochen. Fortsetzung Freitag. "Später bin ich vielleicht mal stolz darauf, Geschichte geschrieben zu haben", sagte Mahut, "im Augenblick tut nur die Niederlage unglaublich weh."

Die Diskussion über die Regel, die entscheidenden Sätze in Wimbledon sowie den Grand-Slam-Turnieren in Paris und Melbourne nicht im Tiebreak zu spielen, ist nach dem Mega-Match aber eröffnet. "Dieses Match war Werbung für's Tennis", sagte Altmeister John McEnroe, der vor 30 Jahren bei seiner Finalniederlage gegen Björn Borg selbst einen legendären Tiebreak spielte, "aber irgendwann wird es gefährlich. Das Match kostet Isner sechs Monate seines Lebens". McEnroe plädiert deshalb für einen Tiebreak im fünften bei 30:30.

"Lasst es wie es ist"

Doch erstaunlicherweise wollen ausgerechnet die Spieler das gar nicht. Allen voran Isner: "Man sollte die Regeln nicht ändern. So etwas wird nie wieder passieren, nicht einmal annähernd. Lasst es wie es ist."

Auch Branchenprimus Roger Federer, der einen sehr ausgeprägten Sinn für die Traditionen des Spiels hat, lehnt jede Änderung ab: "Es ist perfekt so wie es ist", sagte der Schweizer, "es ist nur unglücklich für die beiden Spieler, dass sie morgen müde sein werden und die nächste Woche und den nächsten Monat."

Alle sind sich aber einig, dass es so etwas eben nie mehr geben wird. "Es ist das erste Mal in 100 Jahren, dass so etwas vorgekommen ist, sagte Serena Williams, "wahrscheinlich dauert es weitere 100 Jahre, bis es wieder passiert." Die Statistik-Werke sind voll mit längsten Matches im Sinne von Spielzeit und Anzahl der Spiele. Und wenn eine Partie im fünften Satz Richtung 20:20 ging, dann schaute man mal nach, ein Rekord deutete sich an. Das wird nie mehr nötig sein, ebensowenig bei der Anzahl der geschlagenen Asse in einem Match: 112 servierte Isner, 102 Mahut - Werte für die Ewigkeit.

"Eine unglaubliche Leistung, man muss beiden gratulieren", sagte Rafael Nadal: "Es ist unfassbar, dass beide in der Lage waren, sich zehn Stunden lang so zu konzentrieren, dass sie nicht einmal ihren Aufschlag verloren haben."

SID / SID

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(