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French Open: Haas macht Spaß

Die unglaubliche Erfolgsstory von Tommy Haas geht weiter: Bei den French Open in Paris steht der Deutsche nach einem souveränen Sieg gegen den aufstrebenden Ami Jack Sock in der dritten Runde.

Der alte Hase hat es dem jungen Hüpfer noch einmal gezeigt. Tommy Haas hat bei den French Open das Tennis-Duell der Generationen gegen Jack Sock gewonnen und wie im Vorjahr die dritte Runde der French Open erreicht. Der 35-Jährige setzte sich am Freitag in Paris mit 7:6 (7:3), 6:2, 7:5 gegen den 15 Jahre jüngeren US-Qualifikanten durch. Haas muss nun erneut einen Amerikaner besiegen, wenn er zum dritten Mal das Achtelfinale in Paris erreichen will. Nächster Gegner ist der an Nummer 19 gesetzte John Isner oder Ryan Harrison. Auch Philipp Kohlschreiber ist noch dabei, er tritt am Samstag gegen den Rumänen Victor Hanescu an.

Erneut präsentierte sich der Himmel über Paris grau, als Haas und Sock um kurz nach elf den Platz betraten. Immerhin begann die am Vortag wegen Regens verschobene Partie auf Platz zwei rechtzeitig und nahm gegen Ende des ersten Satzes Fahrt auf. Beim 4:4 und 5:5 musste Haas jeweils zwei Breakbälle abwehren und schmetterte nach einem Fehler einmal wutentbrannt seinen Schläger auf die rote Asche.

Mit Glück und Erfahrung überstand der Altmeister die brenzligen Situationen, ging im Tiebreak nach drei Spurts und einem tollen Passierball 4:3 in Führung und holte den Satz. Im zweiten schaffte er bei den ersten Chancen das Break zum 3:1, weil Sock nun mithalf. Zum 5:2 für Haas servierte er einen Doppelfehler.

Der wie sein Vorbild Andy Roddick aus Nebraska stammende Jungspund erinnerte vom Auftreten sehr an die einstige Nummer eins: das blaue Basecap verkehrt herum auf dem Kopf, ein starker Aufschlag, dazu eine überrissene Vorhand mit enormer Beschleunigung aus dem Handgelenk. Der 118. der Weltrangliste deutete nach den ersten Siegen seiner Karriere auf Sand in Europa an, dass mit ihm zu rechnen ist. Bei den US Open stand Sock bereits in der dritten Runde.

Einen kurzen Durchhänger des oft weit hinter der Grundlinie verteidigenden Haas zu Beginn des dritten Satzes nutzte er aus: Zunächst ließ der deutsche Wahl-Amerikaner gegen seinen zeitweiligen Trainingspartner drei Breakbälle nacheinander aus, dann gab er erstmals sein Service ab.

Doch als gar das 1:5 drohte, riss sich Haas wieder zusammen und glich unter den deutschen "Auf geht's-Tommy" Rufen zum 4:4 aus. Sock baute vor den eingemummelten Zuschauern zwar ab, überstand aber vier weitere Breakbälle, weil auch der an Nummer zwölf gesetzte Haas nicht immer sein bestes Tennis spielte. Mit einem erneuten Doppelfehler verhalf ihm Sock dann zum 6:5, wenig später gelang Haas beim ersten Matchball nach 2:17 Stunden ein Ass zum Sieg im ersten Vergleich gegen Sock.

kbe/DPA / DPA

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