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Tennis: Julia Görges siegt beim Favoritensterben in Toronto

Es war kein guter Tag für die Favoritinnen beim WTA-Hartplatzturnier in Toronto. Einzig Samantha Stosur konnte sich als gesetzte Spielerin durchsetzen, während für Marion Bartoli, Svetlana Kuznetsova, Anastasia Pavlyuchenkova und Jelena Jankovic in der zweiten Runde Schluss war. Julia Görges profitierte von der schwarzen Serie.

Marion Bartoli, Svetlana Kuznetsova, Anastasia Pavlyuchenkova und Jelena Jankovic hatten in Toronto nicht viel zu lachen. Denn nachdem die an Platz zehn gesetzte Samantha Stosur ihr Match gewonnen hatte, legte sich ein Fluch über die Spiele der Favoritinnen. Für Julia Görges eine perfekte Vorlage.

Die 23-jährige Deutsche hatte seit ihrem Drittrunden-Aus in Wimbledon keins ihrer drei folgenden Spiele gewonnen. Nach ihrem Freilos in der ersten Runde traf sie dann auf die ehemalige Nummer eins Jelena Jankovic aus Serbien und gewann überraschend deutlich mit 6:1 und 6:3.

Nur fünf Tage nach ihrem überraschenden Zweitrunden-Aus beim Turnier im kalifornischen Carlsbad zeigte sich Görges bei ihrer Toronto-Premiere stark verbessert und kam nach nur 72 Minuten im dritten Duell zum ersten Sieg gegen Jankovic. Die Nummer 14 der Weltrangliste konnte mit der grandios aufspielenden Schleswig-Holsteinerin nur im zweiten Durchgang vorübergehend mithalten.

Görges nutzt ihre Chancen

Jankovic hatte zwar durchaus ihre Gelegenheiten, konnte aber keine ihrer vier Breakchancen nutzen, währen Görges vier ihrer sieben Möglichkeiten gnadenlos verwertete. Dazu punktete die Deutsche mit ihrem zweiten Aufschlag, während die Serbin bei ihrem Service ohne Druck agierte.

In der zweiten Runde der mit 2,05 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung muss sich Görges mit Alona Bondarenko aus der Ukraine oder der 13-maligen Grand Slam-Siegerin und früheren Weltranglisten-Ersten Serena Williams (USA) auseinandersetzen.

Kuznetsova mit 50 unforced errors

Svetlana Kuznetsova unterlag Simona Halep in drei Sätzen mit 6:4, 4:6 und 3:6. Dabei unterliefen der an Nummer zwölf gesetzten Russin stolze 50 unforced errors. Auch Anastasia Pavlyuchenkova gab eine Satz-Führung ab und verlor gegen María José Martínez Sánchez mit 6:3, 4:6 und 1:6. Fast noch überraschender musste sich Marion Bartoli aus Toronto verabschieden.

Die an Nummer neun gesetzte Französin, die zuletzt 19 ihrer 23 Spiele gewonnen hatte, unterlag Galina Voskoboeva glatt in zwei Sätzen mit 3:6 und 3:6. Dabei verlor sie jeweils ihr erstes Aufschlagspiel und konnte diesen Rückstand nie aufholen. Dementsprechend unzufrieden zeigte sie sich nach dem Match.

"Viele Dinge liefen heute überhaupt nicht", erklärte sie auf wtatennis.com. "Es war einer dieser Tage, an dem nichts zusammenlief. Ich habe mein Bestes gegeben, aber einfach zu viele Fehler gemacht. Das passiert mir normalerweise nicht und gerade in den letzten Monaten, in denen ich gut gespielt habe, habe ich wenig Fehler gemacht."

Voskoboeva beendete ihre Serie

Für Voskoboeva war es der erste Erfolg über eine Top-Ten-Spielerin. Zuvor hatte sie in sechs Anläufen jeweils eine Niederlage kassiert. "Letztes Jahr war ich viel verletzt und habe kaum gespielt. Nun bin ich sehr glücklich, mein Spiel komplett durchgezogen und es auch beendet zu haben."

Die erstmals seit 18 Monaten aus den Top-Ten gefallene Samantha Stosur konnte indes die Fahne der Favoritinnen hochhalten und setzte sich gegen Ayumi Morita mit 4:6, 6:2 und 6:3 durch. Die Australierin gab zwar den ersten Satz ab, holte sich dann aber schnell eine 4:0-Führung im zweiten Durchgang und brachte das Match nach Hause.

Trophäe für Djokovic

Währenddessen hat Novak Djokovic beim Rogers Cup in Montreal die Trophäe als Erster der Weltrangliste überreicht bekommen. Der Ende des Jahres scheidende ATP-Boss Adam Helfant überreichte dem Serben den Pokal. "Es ist eine Ehre, diese Trophäe überreicht zu bekommen. Gerade wenn man darüber nachdenkt, welche großartigen Spieler sie vor mir gewonnen haben", so Djokovic auf atpworldtour.com. Nach dem Freilos in Runde eins trifft er nun auf Nikolay Davydenko, der sein Spiel gegen Flavio Cipolla mit 6:3 und 6:3 gewann.

sportal.de / sportal

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