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Tennis Kamke, Reiser und Stebe scheitern am Rotherbaum

Es hätte alles so schön werden können. Am Hamburger Rothenbaum freute man sich auf ein Viertelfinale zwischen Tobias Kamke und Julian Reister - doch beide Spieler verloren ihre Achtelfinal-Partien. Während Reister gegen Mikhail Youzhny chancenlos war, versagten Kamke gegen Marin Cilic die Nerven.

Es hätte alles so schön werden können. Am Hamburger Rothenbaum freute man sich auf ein Viertelfinale zwischen Tobias Kamke und Julian Reister - doch beide Spieler verloren ihre Achtelfinal-Partien. Während Reister gegen Mikhail Youzhny chancenlos war, versagten Kamke gegen Marin Cilic die Nerven. Als Dritter im Bunde musste dann auch noch Aufsteiger Cedrik-Marcel Stebe nach dem 5:7, 2:6 gegen den starken Spanier Fernando Verdasco die Koffer packen.

"Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Das Viertelfinale war mein Ziel, das habe ich nicht erreicht", bilanzierte Kamke nach der 6:3, 3:6, 2:6-Niederlage. Dabei sah es gegen den einstigen Top-Ten-Akteur Cilic lange so aus, als ob der Weltranglisten-90. seinen Siegeszug würde fortsetzen können.

Der 25-Jährige hatte im zweiten Satz bei einer 3:2-Führung sogar einen Breakball. Doch anstatt die Vorentscheidung zu erzwingen, riss anschließend der Faden. "Da hat sich das Momentum ein bisschen gedreht", sagte Kamke.

Keinen Stich trotz Hilfe von Stich

Selbst die Anfeuerungsversuche von Turnierdirektor Michael Stich, 1993 bislang letzter deutscher Rothenbaum-Champion, halfen dem Wildcard-Starter nichts mehr. Mit sechs Spielgewinnen in Serie drehte Zwei-Meter-Hüne Cilic, der in Runde zwei den Ditzinger Bastian Knittel ausgeschaltet hatte, die Partie und verwandelte nach 2:05 Stunden seinen ersten Matchball. "Er hat verdient gewonnen", lautete das Fazit von Kamke.

Direkt nach dem Lübecker betrat sein Trainingspartner Reister den Sandplatz an der Hallerstraße. Und der Nummer 155 der Welt erging es beim 3:6, 3:6 noch schlechter. Der siebenfache ATP-Turniersieger Youzhny bewies, warum er zu den diesjährigen Mitfavoriten zählt.

Reister hofft auf positiven Schwung

Mit seinem druckvollen Grundlinienspiel ließ der Weltranglisten-17. dem Lokalmatadoren kaum Chancen, zwei schnelle Breaks brachten Reister in beiden Sätzen jeweils früh ins Hintertreffen. Der Rest war Formsache für Youzhny, der am Freitag auf Kamke-Bezwinger Cilic trifft.

"Michail hat leider sehr gut gespielt. Das muss ich neidlos anerkennen", sagte Reister. Nach einer bescheidenen ersten Jahreshälfte mit einigen Verletzungen hofft der 25-Jährige, durch den neuen Schwung vom Rothenbaum die Hartplatz-Saison erfolgreicher zu bestreiten. "Das gibt mir enormes Selbstvertrauen."

Weiter im Rennen ist auch der an Nummer zwei gesetzte Jürgen Melzer. Der Vorjahresfinalist aus Österreich fertigte den Italiener Fabio Fognini mit 6:2, 6:3 ab.

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