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Tennis: Kerber im Viertelfinale von Indian Wells

Brütende Hitze, drei Matchbälle gegen sich – trotzdem blieb Angelique Kerber cool und kämpfte Christina McHale am Ende nieder. Weniger gut lief es für Julia Görges, die gegen Viktoria Azarenka keine Chance hatte.

Es war ein harter Fight für Angelique Kerber: Über 2:34 Stunden hatte sie sich in der Hitze von Indian Wells mit Christina McHale ein enges Match geliefert, sogar drei Matchbälle abwehren müssen. Doch am Ende setzte sie sich mit 6:3, 3:6, 7:6 durch und feierte den Einzug ins Viertelfinale des WTA Turniers.

"Man fühlt sich natürlich sehr gut, wenn man drei Matchbälle abgewehrt hat", strahlte Kerber nach ihrem Marathon-Match abgekämpft, aber natürlich überglücklich. Denn das Aus war bereits zum Greifen nahe gewesen. Im dritten Satz hatte die Deutsche früh ihren Aufschlag verloren, lief einem Rückstand hinterher, bis sie McHale das Aufschlagspiel zum 3:4 abnehmen konnte und dann mit eigenem Service ausgleichen konnte.

Doch beim 5:6 hatte die US-Amerikanerin dann ihre drei Matchbälle, doch weckte damit nur Kerbers Kampfgeist. "Bei den Matchbällen habe ich gespürt, ich bin noch da, ich kann das Match noch drehen", witterte die Norddeutsche Morgenluft, rettete sich in den Tie-Break und hatte hier das bessere Ende für sich.

Kerber Expertin für Marathon-Matches

Für Kerber war es bereits das zweite gedrehte Match in Folge. Schon in der zweiten Runde von Indian Wells hatte sie gegen Sloane Stephens mit 2:6, 1:5 und 15:40 am Rande des Abgrunds gestanden. Doch auch diese zwei Matchbälle hatte sie abgewehrt und am Ende mit einer Energieleistung das Match noch gewonnen. Ergebnisse, die für sich, aber auch für den Reifungsprozess der Deutschen in den letzten Monaten seit ihrem Halbfinaleinzug bei den US Open 2011 sprechen.

"Vor einem halben Jahr hätte ich so ein Match nicht gewonnen. Aber ich freue mich, dass es jetzt anders ist", sah auch Kerber dies so. Der Viertelfinal-Einzug in Indian Wells ist für die unter den Top 20 der Weltrangliste geführte Tennisspielerin ein weiteres Highlight in ihrer jüngsten Erfolgsliste. Zu Jahresbeginn hatte Kerber in Auckland und Hobart jeweils das Halbfinale erreicht und im Februar in Paris ihren ersten Turniersieg gefeiert.

Kerbers gegen Li Na – Görges ist raus

Nächste Gegnerin wird die Chinesin Li Na sein, die sich das Kerber-Match auf der Tribüne angeschaut hatte und gewarnt ist. "Sie ist läuferisch stark, bewegt sich gut und hat als Linkshänderin einen komplett anderen Aufschlag", erklärte sie sichtlich beeindruckt.

Weniger gut als für Kerber lief es für ihre deutsche Fed Cup-Kollegin Julia Görges. Die Oldesloerin hatte es allerdings auch mit der Weltranglistenersten Victoria Azarenka zu tun und war mit 3:6, 1:6 glatt unterlegen. Die amtierende Australian Open-Siegerin hatte zuvor Mona Barthel aus dem Turnier geworfen.

sportal.de / sportal
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