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Tennis: Kerber steht im Halbfinal von Indian Wells

Volle Konzentration auf das eigene Spiel - Angelique Kerber hat aus den knappen Ergebnissen der ersten Runden in Indian Wells gelernt. Den Fokus auf das eigene Spiel gerichtet, hatte sie gegen Li Na immer die richtige Antwort parat und zog souverän ins Halfinale ein. Dort wartet Victoria Azarenka.

In den beiden vorangegangenen Runden in Indian Wells hatte Angelique Kerber Matchbälle abwehren müssen und sich erst nach großem Kampf als Siegerin feiern lassen dürfen. Im Viertelfinale des WTA-Turniers ging es gegen die an acht gesetzte Li Na dann zumindest vom Ergebnis her etwas entspannter für die Deutsche zu. Mit 6:4, 6:2 schlug Kerber die Chinesin und erreichte das Halbfinale.

In den Schoß war ihr der Sieg trotz des relativ deutlichen Ergebnisses jedoch nicht gefallen. "Sie hat es mir sehr schwer gemacht“, erklärte Kerber laut wtatennis.com nach dem 84 Minuten dauernden Match. "Daher musste ich mit gut bewegen und sehr aggressives Tennis spielen und mich voll auf mich fokussieren.“ Dabei konnte sie auch gleich anwenden, was sie in den letzten beiden Matches gelernt hatte: Konzentration bis zum letzten Ballwechsel, um nicht noch einmal erst Matchbälle abwehren zu müssen.

Kerber gegen Li Na mit den richtigen Antworten

Soweit kam es dann auch nicht, Kerber hatte auch in engen Situationen immer die richtige Antwort parat. "Immer wenn ich Breakbälle hatte, packte sie einen Winner aus. Was sollte ich da machen“, musste Li Na nach dem Match anerkennen. Auch ihr ist der große Lernprozess, den die Deutsche hinter sich gebracht hat aufgefallen.

"Das letzte Mal, dass wir gegeneinander gespielt haben, war vor zwei Jahren. Und in dieser Zeit kann sich eine Menge ändern“, so Li, die sich vor allem von der Spielweise der Deutschen überrascht zeigte: "Sie war ziemlich defensiv. Manchmal dachte ich schon ich hätte den Punkt gemacht, aber dann hatte sie den Ball doch noch zurück gebracht. Das war schon ziemlich hart.“

Kerber: Keine Angst vor Azarenka

Hart wird auch das nächste Spiel für Kerber. Im Halbfinale wartet mit Victoria Azarenka nicht nur die Weltranglisten-Erste und Australian Open-Siegerin, die Weißrussin ist zudem in dieser Saison noch ungeschlagen. Außerdem erwies sie sich in Indian Wells bereits als Killerin der deutschen Träume. Zunächst hatte Azarenka Mona Barthel geschlagen, dann Julia Görges nicht den Hauch einer Chance gelassen.

Kerber geht das Spiel jedoch locker an. "Ich habe in diesem Match doch nichts zu verlieren. Ich werde da raus gehen und mein Tennis spielen und mich wie heute auch nur auf mich konzentrieren. Aber natürlich will ich auch Spaß haben und definitiv versuchen, sie auch zu schlagen“, erklärte Kerber auf der Pressekonferenz selbstbewusst.

Und dieses Selbstbewusstsein ist mehr als berechtigt, denn ihre Form ist glänzend. Bei ihren letzten elf Turnieren erreichte die Kielerin siebenmal das Halbfinale. Vor allem auf US-Boden läuft es gut. Bei allen letzten drei Starts in den Staaten stand sie in der Vorschlussrunde (US Open, Dallas und Indian Wells). Zeit, mal einen Schritt weiter zu gehen, oder?

sportal.de / sportal
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