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Tennis: Kerber verliert Halbfinale gegen Azarenka

Trotz eingehender Beratungen mit ihren schleswig-holsteinischen Landsfrauen Mona Barthel und Julia Görges hat Angelique Kerber gegen Victoria Azarenka im Halbfinale von Indian Wells den Kürzeren gezogen.

Angelique Kerber hat trotz ihres guten Auftritts gegen Victoria Azarenka im Halbfinale des WTA-Turniers in Indian Wells mit 4:6 und 3:6 den Kürzeren gezogen. Entmutigt war Kerber nach 99 Minuten gegen die Weltranglistenerste jedoch nicht.

"Ich habe versucht, mein Bestes zu geben. Es hat nicht geklappt, aber ich denke, im Allgemeinen war es ein sehr gutes Turnier von mir", resümierte Kerber. Endstation Azarenka - so war es vor ihr bereits Mona Barthel und Julia Görges bei der mit 5,5 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung ergangen. Mit beiden hatte sich Kerber zuvor getroffen, zusammen tüftelte das schleswig-holsteinische Trio an einer Taktik, um Azarenka die erste Niederlage des Jahres beizubringen.

Aufschlag als Schwachstelle

Das Vorhaben lief gut an. Zwar gab Kerber gleich ihren ersten Aufschlag ab und lag schnell 0:2 hinten, glich jedoch nach einem Break zum 2:2 aus. Die Linkshänderin hielt bei den langen Ballwechseln bestens mit, diktierte auf dem Centre Court mitunter sogar das Tempo.

"Sie hat exzellentes Tennis gespielt, mich dazu gezwungen, meine Leistung auf ein anderes Level zu bringen und richtig zu kämpfen, um zu gewinnen", lobte Azarenka. Kerber war der 22-Jährigen lange Zeit ebenbürtig, hatte aber einen großen Nachteil - ihr Service. Sie selbst sprach vom "Knackpunkt". Immer, wenn es drauf ankam, landete ihr erster Aufschlag im Netz.

Ein Doppelfehler bedeutete im Eröffnungssatz einen 4:5-Rückstand. Azarenka nutzte diesen Vorteil und gewann den Durchgang 6:4. Anschließend nahmen sich beide Kontrahentinnen jeweils zweimal das Service ab. Azarenka zeigte plötzlich Schwächen, doch Kerber half ihr erneut.

"Mehr Selbstbewusstsein"

Beim Stand von 3:3 konnte die Norddeutsche abermals den Aufschlag nicht halten - 3:4. Sie fluchte, suchte immer wieder den Blickkontakt zu Trainer Torben Beltz und konnte die Partie trotzdem nicht mehr drehen. "Ich hatte meine Chancen, habe alles gegeben, aber sie ist einfach eine großartige Spielerin und war besser", so Kerber.

Ihr sechster Aufschlagverlust war gleichbedeutend mit dem Ende ihres Kalifornien-Kapitels. Das Event in der Wüste hatte sie schon immer zu ihren Lieblings-Turnieren gezählt. Die diesjährige Veranstaltung wird Kerber besonders in Erinnerung behalten. Durch den Halbfinal-Einzug verbessert sie sich in der Weltrangliste um vier Positionen auf Platz 15 und steigt bestens gelaunt in den Flieger zum nächsten Hartplatz-Highlight nach Miami. "Ich werde auf jeden Fall viel Erfahrung mitnehmen und habe mehr Selbstbewusstsein als vor dem Turnier."

Ivanovic gibt auf

Im Endspiel kommt es zu einer Neuauflage des Australien Open-Finals zwischen Azarenka und Maria Sharapova. Sharapova profitierte in der zweiten Vorschlussrunden-Begegnung von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Gegnerin Ana Ivanovic. Die Serbin konnte nach 73 Minuten beim Stand von 4:6, 1:0 wegen einer Hüftverletzung nicht mehr weiterspielen.

Das ewige Duell im Herren-Halbfinale

Rafael Nadal hat nur mit Mühe ein Viertelfinal-Aus beim ATP-Masters-Turnier verhindert. Der spanische Weltranglisten-Zweite drehte gegen David Nalbandian (Argentinien) nach verlorenem ersten Satz noch die Partie und gewann in 2:40 Stunden mit 6:4, 5:7, 6:4. In der Runde der besten Vier trifft der zweimalige Indian Wells-Sieger zum 28. Mal in seiner Karriere auf Roger Federer.  

Der Schweizer feierte mit 6:3, 6:2 in nur 70 Minuten gegen Juan Martin del Potro aus Argentinien seinen 250. Sieg bei einem Masters-Turnier. 

sportal.de / sportal

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