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Tennis: US Open - Haas und Petkovic weiter

Oldie Tommy Haas steht nach starker Leistung in der dritten Runde der US Open, genau wie Andrea Petkovic, die ihr Zweitrundensieg allerdings deutlich mehr Körner gekostet haben dürfte. Ausgeschieden ist derweil Philipp Petzschner.

Tommy Haas ohne Mühe, Andrea Petkovic mit viel Kampfgeist und Philipp Petzschner ohne Fortune – in der zweiten Runde der US Open gab es aus deutscher Sicht viel Licht, aber auch ein wenig Schatten.

Mit einer starken Leistung wusste Oldie Tommy Haas zu beeindrucken. Der 33-Jährige setzte sich glatt in drei Sätzen mit 7:6, 6:1, 7:5 gegen den Kolumbianer Alejandro Falla durch und steht in der dritten Runde der US Open 2011, wo er auf den Argentinier Juan Monaco treffen wird.

Dabei hatte es zum Start danach nicht unbedingt ausgesehen. Haas war denkbar schlecht gestartet und hatte seinen Aufschlag zu Null abgegeben. Er machte diesen Lapsus allerdings sofort wieder wett und behielt im engen ersten Satz gegen Linkshänder Falla im Tiebreak knapp die Oberhand.

Mit einem schnellen Break im zweiten Satz und einem weiteren zum 4:1 zog er dem 119. der Weltrangliste erst einmal den Nerv. Auch zum 6:1 nahm Haas dem Kolumbianer dessen Service ab.

Nach einer Toilettenpause ging der Kolumbianer im dritten Durchgang mit 3:1 in Führung. Haas ließ sich davon aber nicht irritieren, glich zum 4:4 aus und machte dann den dritten Sieg im vierten Aufeinandertreffen perfekt.

Petkovic setzt sich gegen Zheng durch

Deutlich mehr Mühe hatte Landsfrau Andrea Petkovic. Sie hatte schon wie die sichere Verliererin der Zweitrundenpartie gegen Jie Zheng ausgesehen. Doch nach verlorenem ersten Satz und deutlichem Rückstand zu Beginn des zweiten Satzes kämpfte sie sich in die Partie zurück und wurde für eine starke kämpferische Leistung mit dem 3:6, 6:3, 6:3-SIeg und dem Einzug in die dritte Runde belohnt.

Trotz ihrer noch immer nicht ausgeheilten Knieverletzung war Petkovic als Favoritin in das Duell gegen die ehemalige Nummer 15 der Welt gegangen. Doch bei hervorragenden äußeren Bedingungen auf dem Grandstand im USTA Billie Jean King National Tennis Center konnte sie dieser Stellung zunächst nicht gerecht werden.

Große Probleme zu Beginn des Matches

Schon in der Anfangsphase der Partie hatte sich bei der Deutschen Fehler an Fehler gereiht, noch ehe Petkovic wenigstens halbwegs in die Partie gefunden hatte, lag sie schon mit 0:4 zurück. Zheng, die allerdings auch nicht gerade hochklassiges Tennis zeigte, brauchte nur den Ball im Spiel halten, ihre Gegnerin bescherte ihr die Punkte.

Doch auf einmal war Petkovic da, wirkte präsenter, reduzierte ihre Fehlerzahl und kam noch einmal auf 3:4 heran. Doch dann vergab sie die Breakchance zum möglichen Ausgleich, baute Zheng damit wieder auf und ermöglichte der Gegnerin mit einem Doppelfehler den Gewinn des ersten Satzes.

Petkovic dreht die Partie

Auch im zweiten Satz konnte Petkovic zunächst nicht mehr an ihr Zwischenhoch des ersten Durchgangs anknüpfen, gab gleich ihr erstes Aufschlagspiel zu Null ab, während Zheng zweimal souverän servierte und wieder mit 3:0 davonzog. Doch Petkovic kämpfte sich zurück, brachte zunächst ihr Service durch und durchbrach dann auch das der Chinesin und hielt den Satz wieder offen.

Doch das nächste Spiel wurde erneut zur Zitterpartie. Zwei Breakchancen musste die Deutsche abwehren, ehe sie doch noch ihren zweiten Spielball zum 3:3-Ausgleich nutzte. Körpersprache und Kampfgeist stimmten jetzt endlich wieder bei Petkovic. Sie konnte deutlich mehr Gewinnschläge platzieren, die ihr im siebten Spiel ein weiteres Break zur erstmaligen Führung brachten und so den Grundstein zum Satzausgleich legten.

Zheng konnte im dritten Satz zwar zunächst nach einem Rückhand-Fehler der Deutschen zum 2:1 breaken, Petkovic diesen Lapsus aber schon im Gegenzug bereinigen, um dann das Tempo anzuziehen und mit 5:2 davonzuziehen. Einen Spielgewinn gönnte sie ihrer Gegnerin noch, ehe sie nach 122 Minuten ihren ersten Matchball verwandelte.

Petzschner und Barthel raus

Gleiches war Philipp Petzschner und Mona Barthel nicht vergönnt. Petzschner verlor 0:6, 3:6, 6:3, 3:6 gegen Janko Tipsarevic, Barthel scheiterte mit 4:6, 5:7 an Chanell Scheepers. 

Petzschner, der unter Nachwirkungen des Pfeifferschen Drüsenfiebers leidet, war trotz des Aus insgesamt nicht unzufrieden und will sich nun voll auf das Doppel konzentrieren.

"Von der Körpersprache war es mein bestes Match auf der US-Tour, sagt der Coach", erklärte Petzschner, der sich nach dem katastrophalen ersten Durchgang steigerte und kurz vor Ende des zweiten voller Frust seinen Schläger zerdrosch.  Am Ende musste er dennoch einpacken.

sportal.de / sportal

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