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Tennis WTA-Finale - Sharapova unterliegt Na Li und gibt auf


Nach der erneuten Zweisatz-Niederlage gegen Na Li hat Maria Sharapova keine Chancen mehr aufs Erreichen des Halbfinals. Die zuvor am Knöchel verletzte Russin beendete das Turnier in Istanbul, Marion Bartoli nimmt ihren Platz ein. 

In ihrem zweiten Spiel in der weißen Gruppe zog Maria Sharapova erneut den Kürzeren. Beim 6:7 (4:7), 4:6 gegen die Na Li aus China nutzte die Russin im ersten Satz ihre Chancen nicht und musste in einer von Fehlern geprägten Partie am Ende der Chinesin den Vortritt lassen. Nach der Niederlage zog Sharapova zurück, die Französin Bartoli übernimmt für sie. Caroline Wozniacki bleibt durch Sharapovas Rückzug die Nummer eins der Welt.

Die Dänin verlor allerdings ihre Partie gegen Sharapovas Landsfrau Vera Zvonareva in einer guten Partie mit 2:6, 6:4 und 3:6. Damit haben beide Spielerinnen nun einen Sieg und eine Niederlage zu Buche stehen. Im ersten Spiel des Tages dominierte Victoria Azarenka das Duell gegen Samantha Stosur und siegte klar mit 6:2 und 6:2.

Breakfestival in Satz eins

In der Begegnung zwischen Maria Sharapova und Na Li gaben beide Akteurinnen im ersten Satz gleich dreimal ihren Aufschlag ab. Nachdem sie ihr jeweils erstes Aufschlagspiel zu Null abgeben mussten, erwischte Sharaopova zunächst den besseren Start und konnte mit 4:2 in Führung gehen.

Im oft zitierten "verflixten" und hart umkämpften siebten Spiel des ersten Satzes biss sich Na Li jedoch zurück in das Match, konnte ihren Aufschlag halten und nahm danach Sharapova deren Aufschlag ab. Die konterte und hatte beim Stand von 5:4 und eigenem Aufschlag die Chance den Sack zuzumachen, musste aber erneut ihr Service abgeben. 

Nach einer Stunde ging es dann in den Tiebreak. Auch dort legte die Russin zunächst vor. Aber auch eine 4:0-Führung und zwei eigene Aufschläge beim Stand von 4:1 halfen ihr nicht. Na Li holte sich die restlichen Punkte und gewann den Tiebreak mit 7:4. Insgesamt war der erste Satz von vielen Fehlern geprägt, von den 87 gespielten Punkten waren insgesamt 45 "unforced errors".

Sharapova zieht zurück

Im zweiten Satz konnte dann Na Li ihre Leistung und auch ihren Aufschlag stabilisieren. Nach einem frühen Break zum 2:1 nahm sie Sharapova ein weiteres Mal den Aufschlag ab und hatte beim Stand von 5:2 und eigenem Aufschlag die Chance, die Partie für sich zu entscheiden.

Aber es wurde noch einmal spannend. Beim Stand von 30:30 erspielte sich Sharapova ihren ersten Breakball in Satz zwei und nutzte diesen prompt. Beim 5:4 hatte sie erneut drei Breakbälle, aber Na Li konnte alle abwehren und verwandelte ihrerseits ihren ersten Matchball zum letztlich verdienten 7:6, 6:4-Erfolg.

Durch die Niederlage hatte Sharapova nur noch geringe Chancen auf das Erreichen des Halbfinals und zog daraufhin zurück. Im Turnier von Tokio hatte sie sich zudem eine Knöchelverletzung zugezogen. Marion Bartoli nimmt ihren Platz ein, die Chancen von Andrea Petkovic auf einen Einsatz steigen dadurch, sie ist die nächste Nachrückerin. Durch den Rückzug von Sharapova wird Caroline Wozniacki die Saison als Weltranglistenerste beenden.

Wozniacki unterliegt Zvonareva 

Im anderen Spiel der weißen Gruppe gewann Victoria Azarenka klar mit 6:2 und 6:2 gegen Samantha Stosur, die nicht an ihre starke Leistung vom Sieg gegen Sharapova anknüpfen konnte. Bereits nach 67 Minuten konnte Azarenka ihren ersten Sieg feiern und war überglücklich: "Ich hätte nicht gedacht, dass es auf Anhieb so gut läuft." Nach ihrem insgesamt sechsten Zweisatz-Erfolg in Folge - beim Turniersieg in Luxemburg entschied sie alle ihre Partie mit 2:0-Sätzen für sich - rückt Asarenka in den Kreis der Titelkandidatinnen auf. 

Im einzigen Spiel der roten Gruppe unterlag die an Nummer eins gesetzte Caroline Wozniacki in einem guten Match einer stark aufspielenden Vera Zvonareva mit 2:6, 6:4 und 3:6. Im ersten Durchgang fand Wozniacki zu Beginn nicht in die Partie und lag schnell mit 0:4 gegen eine fehlerfrei spielende Vera Zvonareva zurück. Danach konnte sie die Begegnung ausgeglichen gestalten. Trotzdem ging der erste Satz nach 35 Minuten mit 6:2 an Zvonareva.

In Satz Nummer zwei beharkten sich beide Spielerinnen in einer nun hochklassigen Partie. Bis zum Stand von 5:4 für Wozniacki gelang keiner der beiden Kontrahentinnen ein Break. Dann nutzte die Dänin jedoch sofort ihre ersten Breakchancen im zweiten Durchgang zum 6:4-Satzgewinn.

Zvonareva zeigte sich aber nicht geschockt, sondern nahm Wozniacki sofort deren Service ab und lag nach einem weiteren Break im dritten Satz schnell mit 4:1 in Führung. Wozniacki kämpfte sich noch einmal auf 3:4 heran, musste sich am Ende aber hochverdient der Russin mit 3:6 im dritten Satz geschlagen geben. 

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