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Trainer Xaver Unsinn gestorben Das deutsche Eishockey zieht den Hut


Trauer in der deutschen Eishockey-Gemeinde: Der langjährige Bundestrainer Xaver Unsinn ist tot. Er starb im Alter von 82 Jahren in Füssen im Alläu.

Eishockey-Legende Xaver Unsinn ist tot. Der langjährige Bundestrainer starb am Mittwoch in Füssen im Alter von 82 Jahren. Uwe Harnos, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), würdigte den als "Mr. Eishockei" in die Verbandsgeschichte eingegangenen Unsinn am Donnerstag für seine "unglaublich vielschichtige Karriere". Sein Wirken sei in alle Richtungen nachhaltig gewesen.

Zwischen 1975 und 1977 sowie 1982 und 1990 coachte Unsinn die DEB-Auswahl, bevor er aus gesundheitlichen Gründen das Amt niederlegen musste. Sein größter Erfolg als Trainer war der Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Innsbruck 1976.

Zudem errang Unsinn als Spieler des EV Füssen zwischen 1946 und 1960 insgesamt acht deutsche Meisterschaften. Der Stürmer absolvierte 72 Länderspiele und erzielte dabei 24 Treffer.

"Mister Eishockei"

Unsinn galt als einer der Größten im deutschen Eishockey. "Ich denke, das war er vom Namen, von der Aura und der Vielschichtigkeit und auch als Person an der Bande", sagte Harnos.

Als Trainer und Stürmer nahm Unsinn an sechs Olympischen Spielen und zwölf Weltmeisterschaften statt. Später erhielt er das Bundesverdienstkreuz und wurde in die "Hall of Fame" des Weltverbandes IIHF aufgenommen. Auch dank seines unverwechselbaren Allgäuer Akzents prägte "Mister Eishockei" ein halbes Jahrhundert deutsche Eishockey-Geschichte.

kng/DPA DPA

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