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Sensationsturnier: Deutsche Volleyballer ziehen ins EM-Halbfinale ein

Die deutschen Volleyball-Männer stehen im EM-Halbfinale. Einen großen Verdienst an dem Erfolg hat Trainer Andrea Giani. In seiner aktiven Zeit gewann er vier Goldmedaillen, für das deutsche Team wäre der EM-Sieg eine Premiere.

Die deutschen Volleyball-Männer um Georg Grozer (m.)

Da scheint die Chemie zu stimmen: Die deutschen Volleyball-Männer um Georg Grozer (m.)

Bei der EM in Polen zeigt die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbands volle Entschlossenheit. Nach dem Einzug ins Halbfinale will das Team um Georg Grozer erstmals ins Endspiel bei der Endrunde einziehen und seine Premierenmedaille gewinnen.

"Wir haben eine schöne Geschichte geschrieben. Unsere Geschichte hier ist aber noch nicht zuende", sagte Diagonalangreifer Grozer der Deutschen Presse-Agentur vor dem Halbfinale am Samstag (17.30 Uhr) gegen Serbien, den Europameister von 2011. Der Glaube an den Coup hängt auch mit Nationaltrainer Andrea Giani zusammen.

Der Italiener ist ein Medaillenexperte. Alleine viermal holte er als Nationalspieler Gold. Vor zwei Jahren führte er Slowenien als Coach sensationell zu Silber. "Andrea ist ein Volleyball-Gigant", lobte Außenangreifer Denis Kaliberda den 47-Jährigen.

"Eine Medaille würde alles bedeuten"

Auch Grozers Rückkehr in den Kader nach einer Verschnaufpause im Sommer war für die Mannschaft enorm wichtig. Der 32-Jährige sorgt nicht nur für die passende Musikauswahl beim Aufwärmen, sondern ist durch seine Leistungen als Führungsfigur unumstritten. Das eine oder andere Privileg genießt der Legionär von VC Nowosibirsk auch. So war während der Gruppenphase in Stettin sein Cousin Gabor stets an seiner Seite.

Giani hat die Mentalität dieses Teams mitgeprägt. Selbst Durchhänger einzelner Spieler kann es auffangen. Gegen Tschechien waren vor allem der 18 Jahre alte Mittelblocker Tobias Krick und der 20 Jahre alte Libero Julian Zenger von der Form aus der Gruppenphase weit weg. Egal. Jetzt gilt's. "Wenn du im Halbfinale bist, ist alles möglich", meinte Außenangreifer Kaliberda. Mittelblocker Michael Andrei betonte: "Eine Medaille würde alles bedeuten."

fri / DPA

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