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Alles zum Wimbledon-Start: Schweini schleppt Anas Schläger - und eine Deutsche wird zur Mitfavoritin

Wimbledon steht bevor - und ein Fußball-Star mischt abseits des Rasens kräftig mit. Eine deutsche Spielerin ist derweil bestens in Form und gilt nun als Geheimfavoritin. Das Wichtigste zum Wimbledon-Auftakt.

Ana Ivanovic auf dem Weg zum Training - Freund Bastian Schweinsteiger schleppt die Schläger

Ana Ivanovic auf dem Weg zum Training - Freund Bastian Schweinsteiger schleppt die Schläger

Im altehrwürdigen All England Lawn Tennis And Croquet Club beginnt das bedeutendste Tennisturnier der Welt. 30 Jahre nach dem historischen Coup des damals 17 Jahre alten Boris Becker kämpfen in den kommenden zwei Wochen Novak Djokovic, Roger Federer, Serena Williams, Maria Scharapowa & Co. um die Trophäen der Wimbledon-Champions. 18 deutsche Profis haben sich für das Hauptfeld qualifiziert. Eine Linkshänderin aus Norddeutschland gilt als Geheimfavoritin.

Während sich die Tennis-Profis auf das Geschehen vorbereiten, mischt auch ein Fußball-Star im Wimbledon-Zirkus mit. Bastian Schweinsteiger schleppte in den vergangenen Tagen Schläger für seine Freundin Ana Ivanovic zum Trainings-Court. Obwohl die Bayern in dieser Woche mit dem Training zur neuen Saison beginnen, hat Schweinsteiger wegen der Länderspiele noch etwas länger Urlaub. Er wird erst am 11. Juli in München zurückerwartet. An dem Tag steigt übrigens das Wimbledon-Finale. Im Idealfall würde Schweini wohl erst noch Ana die Schläger zum Finale tragen - und anschließend nach München fliegen...

Die wichtigsten Einschätzungen vor dem Turnier-Start:

Die deutschen Damen

Zehn deutsche Damen stehen im Hauptfeld - und eine wird sicher die zweite Runde erreichen. Die an Nummer zehn gesetzte Angelique Kerber aus Kiel trifft am Dienstag in einem norddeutschen Duell auf die Hamburger Nachwuchshoffnung Carina Witthöft. Kerber gilt nach ihrem jüngsten Premieren-Titel auf Rasen in Birmingham als Mitfavoritin. "Wie oft habe ich schon gehört, jetzt musst du mal was gewinnen. Mittlerweile weiß ich, das muss ich akzeptieren, aber das lasse ich nicht an mich ran", sagt die 27 Jahre alte Linkshänderin, will aber keine Prognose wagen: "Ich bin mutig auf dem Platz, aber nicht so mutig mit den Voraussagen, wie es laufen wird." Auch der 2013-Finalistin Sabine Lisicki und Andrea Petkovic ist einiges zuzutrauen. Petkovic spielt bereits am Montag gegen Shelby Rogers aus den USA.

 Die deutschen Herren

Im vergangenen Jahr schaffte es keiner der deutschen Herren in die dritte Runde. Und auch diesmal sind die Aussichten für die acht Männer mau. Philipp Kohlschreiber als deutsche Nummer eins hatte das denkbar größte Lospech und trifft am Montag im ersten Match auf dem Center Court (14.00 Uhr MESZ/Sky) auf den Weltranglisten-Ersten und Vorjahressieger Novak Djokovic. Kohlschreiber trainiert immer mal wieder mit dem Serben und dessen berühmtem Coach Boris Becker. Dass einem Deutschen ein ähnlicher Coup gelingt wie Becker im Jahr 1985, ist sehr, sehr, sehr unwahrscheinlich. Spannend zu sehen sein wird, wie sich der 18 Jahre alte Alexander Zverev bei seiner Grand-Slam-Premiere und der 37 Jahre alte Tommy Haas nach seiner langen Auszeit schlagen.

Die Favoritinnen

Natürlich ist die dominierendste Figur der vergangenen Jahre im Damen-Tennis auch auf dem heiligen Rasen die absolute Top-Favoritin. Serena Williams hat in diesem Jahr bereits die Australian Open und die French Open gewonnen. Mit ihren 20 Grand-Slam-Titeln ist die 33-Jährige jetzt nur noch zwei Erfolge davon entfernt, mit Rekord-Siegerin Steffi Graf gleichzuziehen. Allerdings hat die Amerikanerin vor drei Jahren zuletzt an der Church Road triumphiert. Auch die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien und die Russin Maria Scharapowa machen sich Hoffnungen auf die begehrte Trophäe. Von den deutschen Damen gelten Angelique Kerber und 2013-Finalistin Sabine Lisicki als Überraschungs-Kandidatinnen.

Die Nummer eins der Welt, Novak Djokovic, ist trotz seiner Final-Niederlage bei den French Open Favorit

Die Nummer eins der Welt, Novak Djokovic, ist trotz seiner Final-Niederlage bei den French Open Favorit

Die Favoriten

Titelverteidiger und Boris-Becker-Schützling Novak Djokovic wird immer als Favorit genannt. Der Weltranglisten-Erste aus Serbien hat sich allerdings nach seinem verlorenen French-Open-Finale gegen den Schweizer Stan Wawrinka eine Auszeit verordnet und kein Turniermatch auf Rasen bestritten. Bei einem Showkampf in London verlor er am Freitag gegen die deutsche Nachwuchshoffnung Alexander Zverev. Daher ist die aktuelle Rasen-Form des Australian-Open-Champions schwer einzuschätzen. Seine wohl schärfsten Rivalen Roger Federer und Andy Murray dagegen feierten zuletzt Turniersiege auf dem grünen Belag. Rafael Nadal dürfte es schwer haben in diesem Jahr. Und einen deutschen Boris-Becker-Nachfolger wird es wohl nicht geben.

feh / DPA

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