VG-Wort Pixel

Wintersport Cuche beendet Karriere


Den Rekord auf der Streif und ein paar Ausrufezeichen will Didier Cuche noch setzen, doch am Saisonende soll für den Schweizer Ski-Oldie endgültig Schluss mit dem Skisport sein.  

Einer der ganz Großen des internationalen Skisports hört am Saisonende auf. Didier Cuche hat in Kitzbühel - dem Ort seines ersten großen Triumphes – angekündigt, seine ruhmreiche Karriere zu beenden.

"Ich bin fit und gesund, kann immer noch vorne mitfahren und Rennen gewinnen", erklärte der 37-Jährige, "auf diesem Niveau möchte ich gerne von der Weltcupbühne abtreten." Mit gefasster Stimme verlas Cuche vor einem Dutzend TV-Kameras und knapp 20 Fotografen im Kitz-Kongress ein Statement auf deutsch und zeigte sich erst beim Wechsel ins Französische kurz gerührt. "Heute ist ein sehr emotionaler Moment und wichtiger Meilenstein meiner Karriere und meines Lebens."

Frischgebackener Schweizer des Jahres

Doch vor dem Karriereende hat der "Bursche aus dem Jura" noch ein paar Ziele. Zum Beispiel würde er am Wochenende gerne mit seinem fünften Abfahrtssieg auf der Streif alleiniger Kitzbühel-Rekordhalter werden. "Ich werde befreit von anderen Gedanken Vollgas geben. Bis zum Frühjahr will ich noch das ein oder andere Zeichen setzen", kündigte Cuche, der frischgebackene Schweizer des Jahres, an. "Ich bin sehr froh, dass ich die ganze Nation hinter mir habe."

Jetzt noch der Streif-Rekord

Der Streif-Rekord wäre der Höhepunkt in der langen Karriere des gelernten Metzgers, der in diesem Winter im kanadischen Lake Louise als ältester Sieger ein Weltcup-Rennen hatte gewinnen können. Cuche sicherte sich in drei Jahrzehnten Edelmetall bei Großveranstaltungen und holte gleich viermal die kleine Abfahrtskugel. Nur auf dem Lauberhorn in Wengen konnte er nie gewinnen.

Er wolle sich nun eine neue berufliche Basis aufbauen. "Ich bin seit einiger Zeit dabei, die Zeit nach meiner aktiven Sportlerkarriere zu planen", sagte Cuche, "wenn es rein nach der Lust gehen würde, würde ich noch mit 60 Rennen fahren. Aber irgendwann geht es nicht mehr."

sportal.de sportal

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker