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Wintersport: Tour de Ski - Deutsche weiter gut dabei

Die deutschen Langläufer hatten mit dem Sieg auf der siebten Etappe der Tour de Ski zwar nichts zu schaffen, aber sowohl Damen als auch Herren lieferten erneut starke Leistungen ab. Die Siege fuhren Dario Cologna und Marit Björgen ein.

Mit eine Energieleistung besonderer Klasse haben Jens Filbrich und Tobias Angerer sowie Katrin Zeller und Steffi Böhler ihre Chancen auf eine Top-Ten-Platzierung bei der Tour de Ski der Langläufer gewahrt. Am Donnerstag kam das Männer-Duo auf dem siebten Tagesabschnitt über 32 Kilometer von Cortina nach Toblach auf den Plätzen 12 und 13 ins Ziel und hat bis zum siebten Rang nur noch einen Rückstand von zwölf Sekunden.

Der Schweizer Dario Cologna legte mit einem einsamen Husarenritt an der Spitze die Grundlage zu seinem dritten Gesamtsieg. Er hat vor den letzten beiden Etappen in Val di Fiemme 1:20,8 Minuten Vorsprung vor dem Norweger Petter Northug, den ein Schwächeanfall erhebliche Zeit kostete.

Zeller bereits Achte

Katrin Zeller peilt das beste Tour-Ergebnis ihrer Karriere an. Nach Platz neun im 15-km-Rennen ist sie nun Gesamtachte. Steffi Böhler verteidigte Platz elf. Mit ihrem vierten Sieg hintereinander bei dieser Tour löste Marit Björgen die Polin Justyna Kowalczyk als Spitzenreiterin ab. Die Norwegerin hat jetzt sieben Sekunden Vorsprung.

"Das war die erwartet schwere Etappe. Aber wir haben mit Fibs sehr gut harmoniert und die Gruppe angeführt. Leider haben die anderen nicht so mitgemacht, sonst wäre vielleicht noch mehr drin gewesen", sagte Angerer. Der Vachendorfer ist optimistisch, nun noch angreifen zu können: "Das nächste Rennen ist ein Massenstartwettbewerb, bei dem es viele Bonussekunden bei Zwischensprints gibt. Und die sind diesmal oben am Berg, das liegt mir."

Filbrich knapp vor Angerer

Filbrich ist ein wenig stolz, als bester DSV-Läufer ins Finale gehen zu können. "Das ist schön, aber auch nur eine Momentaufnahme. Und es ist ja auch nur eine Zehntelsekunde, die ich vor Tobi liege", sagte der Frankenhainer. Für den 20-Kilometer-Klassiklauf sieht er nicht nur Vorteile. "Normalerweise könnte man einen Mannschaftszug mit den anderen Teamkollegen aufmachen. Aber der würde durch die vielen Sprints sicher gesprengt werden. Klar werden wir zusammenarbeiten, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Aber planen kann man dies nicht", sagte der Thüringer.

Eine neue Erfahrung machte Tim Tscharnke. Der Youngster aus Biberau, der bislang eine hervorragende Tour absolviert, war in seiner Gruppe zweimal fast abgeschlagen. "Das war die schwerste Etappe, die ich je gelaufen bin. Ich hatte zwei Durchhänger und konnte mich nur mit Mühe wieder herankämpfen. Wozu ich nach dem heutigen Tag noch fähig bin, kann ich beim besten Willen nicht vorhersagen", meinte der Teamsprint-Olympia-Zweite von Vancouver, der in der Gesamtwertung auf Rang 17 liegt.

Cologna schüttelt Northug ab

Überraschend kam der Sololauf von Cologna. Zwar hatte Northug schon nach drei Kilometer zum Titelverteidiger aufgeschlossen, sich dabei aber offensichtlich übernommen. Während der Eidgenosse wie ein gutes Schweizer Uhrwerk sein Rennen lief, fiel der Norweger immer weiter zurück und konnte erst im Zielsprint seinen zweiten Platz zurückerobern.

Glatt lief es dagegen für Katrin Zeller. "Es war wieder ein Wahnsinnsrennen. Mit Astrid Jacobsen haben wir ein tolles Gespann gebildet und mit den super präparierten Ski hatte ich keine Probleme, dranzubleiben", meinte die Oberstdorferin. Auf der Strecke büßte sie im Vergleich zu Kowalczyk nichts ein. "Das ist das eigentlich Hervorzuhebende. Katrin ist voll dran an der Weltspitze und auch Steffi hat wieder überzeugt", lobte Bundestrainer Jochen Behle.

Ein "Herzschlagfinale" deutet sich zwischen Björgen und Kowalczyk an. Die Norwegerin lief der bisherigen Spitzenreiterin auf der Zielgeraden davon und hat nun beste Aussichten auf den ersten Gesamtsieg.

sportal.de / sportal

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