HOME

'Forbes'-Liste: Reich und amerikanisch

'Forbes' kürte die reichsten Männer Amerikas - das zehnte Jahr in Folge behauptet Bill Gates seine Spitzenposition. Für die Top-Ränge gibt es hauptsächlich zwei Sorten Anwärter: Chefs von Computer-Firmen und Erben.

Trotz flauer Wirtschaftslager sind die reichsten Menschen Amerikas im letzten Jahr sogar noch reicher geworden - durchschnittlich 10 Prozent mehr konnten sie auf ihren Kontoauszügen entdecken. Das geht aus der jüngsten Ausgabe des in New York erscheinenden 'Forbes'-Magazins hervor. Demnach stieg das Vermögen der 400 begütertsten Amerikaner dieses Jahr im Vergleich zu 2002 um zehn Prozent auf 955 Milliarden Dollar (841 Milliarden Euro). An der Spitze blieb - keine große Überraschung - der Gründer des Computerriesen Microsoft, Bill Gates (47). Sein Guthaben legte binnen Jahresfrist um 3 Milliarden auf 46 Milliarden Dollar zu. Gates hat sich laut 'Forbes' bereits seit zehn Jahren auf seinem Stammpaltz Nr. 1 eingerichtet.

Warren Buffet (73), Vorsitzender der Anlagegesellschaft 'Berkshire Hathaway', blieb mit seinem 36-Milliarden-Dollar-Vermögen auch ohne weiteren Gewinn die Nummer 2, berichtete 'Forbes' am Freitag. Microsoft-Mitbegründer Paul Allen (50) zog gleich, er baute seinen Reichtum um 1 Milliarde ebenfalls auf 36 Milliarden aus. Die Plätze vier bis acht sind in Familienbesitz - sie gingen mit einem Anteil von jeweils 20,5 Milliarden an die Mitglieder der Walton-Familie, denen die weltgrößte Kaufhauskette Wal-Mart gehört.

Computer, Kaufhäuser und Medien sichern gute Plätze

Der Vorsitzende des Software-Giganten Oracle Corp., Lawrence Ellison (59), kam mit 18 Milliarden auf Platz neun, gefolgt von dem Chef des Computerunternehmens Dell Inc., Michael Dell, mit 13 Milliarden. Mit nur 38 Jahren gehört er dabei zu den Jünglingen der Liste, die gerade in den oberen Regionen doch zu überwiegnden Teilen von Herrschaften jenseits der 60 gefüllt wird. Der Medienmogul Rupert Murdoch wird von 'Forbes' auf 7,2 Milliarden Dollar geschätzt. Jeff Bezos (39) von Amazon.com verbesserte sich um 3 Milliarden und besitzt jetzt 5,1 Milliarden Dollar. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg (61), der Gründer der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg LP, wird auf 4,9 Milliarden taxiert.

Regisseur Steven Spielberg wurde durch seine Filme zum 2,5- Milliarden-Dollar-Mann. Er teilt sich den Listenplatz 71 mit dem New Yorker Immobilienmagnaten Donald Trump. Das Vermögen des CNN-Gründers Ted Turner sank durch den Einbruch des Aktienmarktes in den vergangenen Jahren auf jetzt 2,3 Milliarden Dollar - er belegt damit Platz 78.