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Brief an Führungskräfte: Deutsche Bahn: Pünktlichkeit "weiter abgerutscht", Gewinne unter Zielsetzung

Die Deutsche Bahn hat sich laut einem Vorstandsschreiben des Unternehmens weiter verschlechtert. In Sachen Pünktlichkeit sei man weiter abgerutscht und die Gewinne stünden klar unter Zielsetzung. DB-Chef Lutz beschwört Geschlossenheit.

Deutsche Bahn CEO Richard Lutz vor Logo

Das ist der Deutsche Bahn-Chef Richard Lutz. Er wendet sich alle drei Monate mit seinen Kollegen im Rahmen eines Vorstandsschreibens an die Führungskräfte des Staatskonzerns. Im September fiel das Schreiben nicht so rosig aus.

DPA

In einem Vorstandsschreiben der Deutschen Bahn, dass an einige tausend Führungskräfte ging, wird deutlich, dass die Lage bei der Deutschen Bahn sich weiter verschlechtert. Bahn-Chef Richard Lutz machte in dem Schreiben deutlich, dass man in Sachen Pünktlichkeit, Gewinn oder Fahrzeugverfügbarkeit unter den Zielsetzungen liege. Lutz kündigt außerdem eine strenge Kostenkontrolle und ruft zu einer innigeren Zusammenarbeit auf. 

Die schwierige Situation der Bahn habe sich in den vergangenen drei Monaten "nicht verbessert, sondern verschlechtert", schreiben Lutz und seine fünf Vorstandskollegen in dem auf den 7. September datierten Brief an die Führungskräfte im Konzern. Sie erhalten alle drei Monate ein Schreiben des Vorstands mit aktuellen Zahlen.  Lutz beginnt mit der Pünktlichkeit im Fernverkehr: Sie sei "weiter abgerutscht" und habe im August bei nur 76 Prozent der Fernzüge gelegen. Dies sei schlechter als 2015, als die Bahn mit dem Projekt Zukunft Bahn gestartet sei. "Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ist außerdem klar, dass wir 2018 weder die Vorjahreswerte und schon gar nicht unser Ziel erreichen werden." 

Deutsche Bahn: Negativabweichung zum Gewinnplanung beträgt 160 Millionen Euro 

Dieses Ziel ist, dass vier von fünf Fernzügen (80 Prozent) weniger als sechs Minuten Verspätung haben. Ein Grund für die schlechten Werte in diesem Jahr: Die Bahn habe "eigene Themen wie zum Beispiel die Fahrzeugverfügbarkeit schlicht nicht im Griff", moniert der Vorstand. Auch der Gewinn vor Steuern und Zinsen liege "deutlich unter dem Vorjahr und weit weg von unserer Zielsetzung", heißt es weiter. Die Einzelmonate Juni und Juli seien schlecht gewesen, die negative Abweichung zum Plan habe sich auf mittlerweile 160 Millionen Euro vergrößert. Daher stehe das bereits auf 2,1 Milliarden Euro reduzierte Ergebnisziel "im Risiko".

Eine dritte Gewinnwarnung in diesem Jahr will Lutz aber möglichst vermeiden. Der Vorstand habe daher eine "qualifizierte Ausgabensteuerung" beschlossen. Dies gelte ab sofort und bis auf Weiteres, betont Lutz. Über inhaltliche Details würden die Führungskräfte "noch gesondert informiert". Sinnvolle und notwendige Ausgaben für den laufenden Betrieb und für alle Anstrengungen, "die wir im Sinne Kunde, Qualität, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit unternehmen, laufen selbstverständlich weiter". Lutz versichert, es sei nicht die Zeit für Schuldzuweisungen - "das bringt uns nicht weiter". Er ruft in dem Brief dazu auf, zusammenzustehen und gemeinsam zu kämpfen. Auf lange Sicht müssten die Führungskräfte aber die "Managementkompetenz bei Prozessen, Steuerung und Führung verbessern". Zudem gelte es, die "geschäftsfeldübergreifende Zusammenarbeit" zu stärken - derzeit werde "Verantwortung hin- und hergeschoben". Der Vorstand sei aber überzeugt, dass "wir diese schwierige Situation überwinden" werden. 

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wlk / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.