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Gastronomie: McDonald's schließt Pizzerias in Deutschland

Der US-Fastfoodkonzern McDonald's verkauft Pizza-Ableger "Donatos" an seinen Gründer, die drei Münchener Filialen werden geschlossen.Auch für Hähnchen-Grills in Kanada und eine Sandwich-Kette in Japan kommt das Aus.

McDonald's verkauft seine Pizzakette "Donatos" und schließt die vor einem Jahr eröffneten drei Pizzerias in München, um sich künftig wieder auf Hamburger zu konzentrieren. Für die über 100 deutschen "Donatos"-Beschäftigten wird ein Sozialplan aufgestellt, teilte McDonald's am Dienstag mit.

Die Rückkehr der Frikadelle

Das Angebot der drei Testrestaurants sei zwar sehr gut angenommen worden. Aber McDonald's-Vorstandschef Jim Cantalupo sagte am Montag in Chicago, der Konzern wolle "weniger Dinge besser tun". Die 40 Jahre alte "Donatos"-Kette mit ihren 182 Filialen in den USA soll für eine nicht genannte Summe an ihren Gründer Jim Grote zurück verkauft werden. Auch die neun "Boston-Market"-Hähnchengrills in Kanada und Australien und die 14 "Pret-A-Manger"-Sandwichläden in Japan würden geschlossen. McDonald's wolle sich außerhalb der USA darauf konzentrieren, Umsatz und Service in seinen 17.000 Hamburger-Restaurants zu verbessern.

Nur in den USA bleiben die anderen Ketten unangetastet

In den USA dagegen werde die "Boston-Market"-Kette und die rasch wachsende "Chipotle"-Kette mit mexikanischem Essen weiter betrieben. Beide Marken hätten das Potenzial für langfristiges profitables Wachstum, sagte Cantalupo.

In Deutschland kam das Aus nach einem Jahr

In Deutschland betreibt McDonald's mehr als 1.200 Hamburger-Restaurants. Bei der Eröffnung seiner ersten Pizzeria in München im November vergangenen Jahres hatte McDonald's angekündigt, bis Juni 2004 rund 200 Donatos-Restaurants in Deutschland zu eröffnen, weil der Markt für traditionelle Hamburger irgendwann gesättigt sei.Die McDonald's Corporation hatte die 1963 gegründete Donatos-Pizzakette, die in den USA 182 Filialen betreibt, erst vor vier Jahren übernommen. Sie soll für eine nicht genannte Summe an den Gründer Jim Grote zurück gegeben werden.

DPA