HOME

Altana-Vorstand: Wechselkursschwankung kein Grund zum Jammern

Trotz der Belastung durch den Anstieg des Euro zum US-Dollar gibt es für den Pharma- und Chemiekonzern Altana nach den Worten von Vorstand Matthias Wolfgruber keinen Anlass zur Klage.

"Da gibt es keinen Grund zum Jammern", sagte Wolfgruber am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters am Rande einer Chemietagung in Frankfurt. "Schließlich hat sich auch niemand beschwert, als man von dem Kursverhältnis profitierte." Ein steigender Euro-Kurs verteuert die Ausfuhren ins außereuropäische Ausland und den wichtigen Exportmarkt USA. Ein globales Unternehmen müsse indes mit Wechselkursschwankungen leben und robust genug sein, diese auszuhalten, fügte Wolfgruber hinzu. Wolfgruber ist bei dem in Bad Homburg ansässigen Pharma- und Chemiekonzern Altana zuständig für die Chemiesparte.

Zukäufe immer noch ein Thema

Zu Plänen über bevorstehende Zukäufe für die Spezialchemiesparte bekräftigte Wolfgruber, Altana sei nach wie vor in Gesprächen. Einzelheiten wolle er nicht nennen. "Wenn wir in dem Prozess sind, reden wir nicht drüber", erklärte Wolfgruber. Ziel sei es, langfristig in bestehenden Märkten führend zu sein. Das könne mit dem Zukauf kleiner Unternehmen beginnen oder durch den beständigen Erwerb von Konkurrenten.

Auch neue Geschäftsfelder weiter interessant

Altana sei allerdings nach wie vor auch an neuen Geschäftsfeldern interessiert. "Wir legen da sehr strenge Kriterien an - das muss den richtigen 'fit' haben." Das Unternehmen hatte Mitte April bekannt gegeben, es werde die US-Firma Schenectady International übernehmen. Die Transaktion soll Ende Juni abgeschlossen sein und damit das Elektroisolationsgeschäft von Altana vergrößern.

Chemiebranche weiter im Abschwung

In seiner gesamten Spezialchemiesparte erwirtschaftete Altana im vergangenen Jahr einen Umsatz von 748 Millionen Euro. der Gesamtkonzern verbuchte 2002 einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnet Wolfgruber weiterhin nicht mit einem Aufschwung der Chemieindustrie. "Es wird keine deutliche Verbesserung geben." Das gegenwärtige Niveau werde etwa gleich bleiben, sagte Wolfgruber.

Themen in diesem Artikel