HOME

Analyse: Gezahlt wird später

Aktionärsschützer wittern bei den Vorständen der Dax-Unternehmen verdeckte Gehaltserhöhungen. Gerade geheim gehaltene Pensionsvereinbarungen böten Schlupflöcher.

Unternehmen sollen nicht nur über die aktuellen Bezüge, sondern auch über die Pensionsansprüche ihrer Vorstände informieren, fordert die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Die Veröffentlichung ihrer neuesten Studie zur Entwicklung der Vorstandsvergütungen in Deutschland nutzten die Aktionärsschützer, um einmal mehr eine Lanze für größere Transparenz zu brechen. Mit Ruhestands-Zahlungen im sechsstelligen Euro-Bereich kämen auf die Konzerne Belastungen zu, über die Aktionäre informiert sein müssten.

Deutsche Unternehmen sträuben sich noch

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern sind die deutschen Dax-notierten Konzerne immer noch wenig auskunftsfreudig, wenn es um die Frage geht, wie viel Geld ihre Manager das Unternehmen und somit auch die Aktionäre kosten. Zwar gibt es mit dem "Corporate Governance Kodex" Leitlinien für die Chefetagen, die auch zu einer detaillierten und individualisierten Veröffentlichung der Vorstandsbezüge raten.

Gesetz ist dieser Kodex jedoch nicht, und viele Unternehmen halten sich daher lieber bedeckt. Nur neun der 30 großen Dax-Gesellschaften machen derzeit individualisierte Angaben zum Verdienst ihrer Vorstände, fünf weitere denken nach Angaben des DSW darüber nach. "Das reicht uns nicht aus", sagt die Schutzvereinigung. Die wenigstens Auskünfte geben BASF, BMW und VW.

Pensionen belasten die Unternehmen in der Zukunft

Die Pensionsansprüche der Vorstände verraten viel über die künftigen Belastungen eines Unternehmens. Für Pensionszahlungen werden Rückstellungen gebildet – Geld also, das in zukünftigen Etats bereits fest verplant ist. Ein Blick auf die von Dax-Unternehmen gezahlten Vorstandsbezüge lässt erahnen, um welche Summen es auch bei den Pensionen gehen kann. Die sind zwar Verhandlungssache, und viele Unternehmen betonen, dass sie mit individuellen Vereinbarungen statt mit Einheitsregeln arbeiten. Laut DSW-Einschätzungen sind die Ansprüche in der Regel jedoch schon nach einer Amtszeit bei 30 Prozent des Fixgehalts eines aktiven Vorstandes einzuordnen, sie können auf bis zu 70 Prozent anwachsen.

Zwar liegen die Fixgehälter der Manager deutlich unter der aus den neuesten DSW-Zahlen ermittelten durchschnittlichen Vorstandsvergütung von 1,42 Millionen Euro im Jahr 2003. Denn die Vorstandsbezüge setzen sich neben einem Grundgehalt auch aus Erfolgsprämien und Gewinnbeteiligungen zusammen. Die DSW schätzt jedoch, dass bei den Top-Zahlern unter den DAX-Gesellschaften Pensionszahlungen von bis zu 600.000 Euro pro Jahr pro Person möglich sind. Das seien Belastungen, die die Anleger kennen müssten, argumentiert die Interessenvertretung der Aktionäre. Sie verweist auf den in Großbritannien verpflichtenden Vergütungsbericht, in dem auch die aufgelaufenen Bezüge und Pensionsanwartschaften genau abgebildet werden.

Bezüge deutscher Vorstandsmitglieder 2003 in Euro

RangGesellschaftDurchschnittl.<BR>Vergütung pro<BR>Vorstand in 2003Durchschnittl.<BR>Vergütung pro<BR>Vorstand in 2002prozentuale<BR>Veränderung
1Deutsche Bank 1) 4) 3,726 Mio. 2,064 Mio. 80,57
2DaimlerChrysler2,985 Mio. 3,695 Mio.-19,22
3E.ON 2,800 Mio. 1,600 Mio. 75,00
4SAP 1) 2,182 Mio. 0,885 Mio. 146,61
5Siemens 8) 2,051 Mio. 1,598 Mio. 28,38
6Schering 3) 1,876 Mio.1,702 Mio.10,22
7RWE 2) 4) 1,670 Mio.1,430 Mio.16,81
8Metro1,621 Mio.1,663 Mio.-2,53
9Deutsche Telekom 2) 6) 1,609 Mio.1,670 Mio.-3,66
10Allianz 1,594 Mio.1,387 Mio.14,93
11BMW 1,585 Mio.1,552 Mio.2,71
12VW 1,534 Mio.1, 822 Mio.-15,81
13Henkel 5) 1,401 Mio.1,257 Mio.11,46
14BASF 6) 1,258 Mio.1,498 Mio.-16,01
15Linde 1,155 Mio.1,198 Mio.-3,57
16Deutsche Börse 1) 6) 1,155 Mio.0,724 Mio.59,55
17Münchener Rück 1,100 Mio.0,983 Mio.11,95
18Deutsche Post 2) 1,098 Mio.0,871 Mio.26,06
19TUI1,089 Mio.1,098 Mio.-0,81
20Infineon1,078 Mio.0,835 Mio.29,17
21Altana 1)0,994 Mio.1,214 Mio.-18,06
22Continental 0,973 Mio.0,968 Mio.0,49
23Adidas-Salomon 0,943 Mio.0,905 Mio.4,23
24Commerzbank 3) 0,915 Mio.1,189 Mio.-23,07
25Bayer 1) 4) 0,911 Mio.0,891 Mio.2,22
26Hypo-Vereinsbank 0,900 Mio.1,044 Mio.-13,82
27ThyssenKrupp 1) 6) 0,887 Mio.0,791 Mio.12,21
28MAN0,630 Mio.0,535 Mio.17,73
29FMC 7) 0,448 Mio.0,521 Mio.-14,03
30Lufthansa 6) 0,433 Mio.0,787 Mio.

Quelle: Unternehmensangaben und DSW-Berechnungen
1) Angaben seit 2002 individualisiert; 2) Angaben seit 2003 individualisiert; 3) Angaben zur Vergütung des Vorsitzenden individualisiert; 4) Angaben bezogen auf am Geschäftsjahresende noch aktive Vorstände; 5) Ergebnis je Vorzugsaktie; 6) durchschnittliche Vergütung enthält Vergütung für den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden; 7) Ergebnis je Aktie in USD; 8) Ergebnis je Aktie 2002 angepasst am außerordentlichen Veräußerungsgewinn

Claudia Fudeus
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?