AUTOVERMIETER Sixt bekommt mit kleinerer Flotte Kosten in den Griff


Mit einer geschrumpften Flotte und dem Verzicht auf unlukratives Geschäft bekam Deutschlands größter Autovermieter Sixt seine Kosten in den Griff. Deshalb stieg im ersten Halbjahr der Gewinn vor Steuern um 26,7 Prozent auf 16,3 Millionen Euro.

Der Konzernumsatz gab um 8,7 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro nach, teilte die Sixt AG aus Pullach bei München mit. Die Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen.

Auftritt als Premium-Anbieter

Sixt litt in den vergangenen Jahren unter dem schwachen Gebrauchtwagenmarkt und hohen Fuhrparkkosten. Im ersten Halbjahr sank der durchschnittliche Fahrzeugbestand um 15 Prozent auf 44.600 Autos. Der Umsatz aus dem Verkauf der Vermietfahrzeuge sank in der Folge um fast ein Viertel auf 549 Millionen Euro. Die Erlöse im Vermietgeschäft gaben um 10,9 Prozent auf 306,2 Millionen Euro nach. Angesichts der Probleme vor allem der US-Konkurrenten will sich Sixt als Premium-Anbieter etablieren. So kaufte das Unternehmen zuletzt teurere Autos ein und setzte weitere Preiserhöhungen durch.

Weiter Gewinnplus erwartet

In der traditionell starken zweiten Jahreshälfte will Sixt bei den Erlösen Boden gut machen und so im Gesamtjahr weiterhin einen stabilen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro erreichen. Beim Gewinn vor Steuern erwartet Konzernchef Erich Sixt weiterhin ein Plus von 15 Prozent. Angesichts des guten ersten Halbjahres sprach er von einer vorsichtigen Prognose.

Wachtumschance im Ausland

Wachstumspotenzial sieht Sixt vor allem im europäischen Ausland. Dabei habe der Konzern vor allem Großbritannien und Frankreich im Visier, sagte Vorstand Detlev Pätsch. Zudem will sich Sixt zunehmend zum Mobilitäts-Dienstleister wandeln und in seinen Vermietstationen auch Leasing, Reisen und Gebrauchtwagen vermitteln.

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