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Unfall bei der Millie Miglia: Sixt-Sohn schrottet Flügeltürer-Mercedes

Bei der größten Oldtimer-Rennen Europas musste eine Autolegende daran glauben: Ein Mercedes 300 SL raste in einen 1er BMW. Dem Millionärssohn am Steuer ist nichts geschehen.

Ein Bild des Autoklassikers tauchte sofort auf Twitter auf.

Ein Bild des Autoklassikers tauchte sofort auf Twitter auf.

Der Mercedes 300 SL ist eine Legende. Berühmt wurde er durch seine unvergleichlichen Flügeltüren. Auf der Mille Miglia in Italien werden solche Preziosen quer durch Italien gelenkt - am Steuer sind legendäre Rennfahrer, ausgewiesene Autoenthusiasten und - nun ja - Reiche. Der Mercedes 190 SL wurde von Konstantin Sixt - einem Erben des Autokönigs Erich Sixt - gesteuert.

Der Eintrag von Buser3A auf Twitter.

Der Eintrag von Buser3A auf Twitter.

Der baute am Sonntag einen Unfall, bei dem glücklicherweise kein Mensch zu Schaden kam. Doch der Mercedes ist Schrott, das macht schon einen Schaden von etwa 800.000 Euro aus. Der Preis des ebenfalls verunglückten 1er BMW einer Sport-Trainerin fällt angesichts der Summe nicht mehr ins Gewicht.

Zu dem Unglück soll es auf einer nicht abgesperrten Bergstraße gekommen sein. Es handelte sich dabei um einen sogenannten Zeitabschnitt des Rennens. Die Piloten müssen die Route möglichst schnell zurücklegen, aber unter den Bedingungen des automobilen Alltags. Wer Pech hat, kann an so einem Abschnitt hinter einem Trecker landen. Die eigentliche Herausforderung ist es, schnell aber auch sicher voran zukommen. Daran sind die Sixt-Söhne gescheitert, sie rauschten frontal in den BMW.

Für Autofans ist der Unfall eine Katastrophe. Der unersetzliche Mercedes ist zerstört, und hinzu kommt, dass eine historische Rallye im öffentlichen Straßennetz wie die Mille Miglia nur überleben kann, wenn die Fahrer so defensiv fahren, dass Unfälle mit Unbeteiligten vermieden werden.

Auch der Jounalist Greg Kable war vor Ort.

Auch der Jounalist Greg Kable war vor Ort.

Gernot Kramper

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.