Autovermieter Sixt will Gas geben


Nach Jahren der Stagnation hat sich Deutschlands größter Autovermieter Sixt ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt, der Marktanteil im europäischen Vermietgeschäft solle dabei von 10 auf 15 bis 20 Prozent steigen.

Nach Jahren der Stagnation hat sich Deutschlands größter Autovermieter Sixt ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. In den nächsten vier Jahren solle der operative Umsatz von rund 890 auf mindestens 1,3 Milliarden Euro steigen, sagte Konzernchef Erich Sixt am Mittwoch in München. Der Marktanteil im europäischen Vermietgeschäft solle dabei von 10 auf 15 bis 20 Prozent steigen. Auch beim Vorsteuer-Gewinn und beim Leasing-Geschäft hält Sixt eine Verdoppelung für möglich. Die Ziele für das laufende Jahr bekräftigte der Vorstands-Vorsitzende. Im ersten Quartal konnte das Unternehmen seine Ertragssituation leicht verbessern.

Gesundgeschrumpft: Kleiner Flotte

In den vergangenen Jahren hatte der Autovermieter seine Flotte verkleinert und auf margenschwaches Geschäft verzichtet. Als Folge stagnierte der Umsatz 2003 bei 2,2 Milliarden Euro, während der Vorsteuer-Gewinn um 21 Prozent auf 42,5 Millionen Euro zulegte. Bis 2008 will Sixt einen Vorsteuer-Gewinn von 70 bis 90 Millionen Euro erreichen.

Die Phase der Konsolidierung ist bei Sixt offenbar vorbei. "Wir bewegen uns in einem Wachstumsmarkt", sagte Sixt. Der europäische Vermietmarkt wachse in den nächsten Jahren Prognosen zufolge um etwa 3,5 Prozent im Jahr. Zudem wolle Sixt seine Marktanteile außerhalb Deutschlands in wichtigen Märkten wie Frankreich und Großbritannien massiv ausbauen. Im ersten Quartal stockte Sixt erstmals seit Jahren wieder seine Fahrzeugflotte spürbar auf. Der Bestand in Deutschland sei um etwa 3.000 Autos gestiegen, sagte Sixt. Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 29.000 Fahrzeuge in Deutschland im Einsatz.

Starkes Leasing-Geschäft

Der Vermiet-Umsatz sank im ersten Quartal allerdings nochmals um 3,3 Prozent auf knapp 140 Millionen Euro. Da das Leasing-Geschäft stark ausgebaut wurde, blieb der operative Umsatz bei 209 Millionen Euro stabil. Der Gesamtumsatz, der auch den Verkauf der Mietautos umfasst, sank um sechs Prozent auf 525 Millionen Euro. Der Vorsteuer-Gewinn betrug 2,1 Millionen Euro nach 0,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich machte Sixt im Quartal einen Verlust von 1,3 Millionen Euro. Im Gesamtjahr will der Konzern den operativen Umsatz um etwa fünf Prozent und den Vorsteuergewinn um mindestens zehn Prozent steigern.

DPA

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