Bauelemente Epcos steigert Gewinn und Umsatz


Der Bauelemente-Spezialist Epcos setzt auf eine Stabilisierung der Preise und rechnet für das Gesamtjahr mit einem deutlichen Plus bei Umsatz und Gewinn.

Bereits in den ersten neun Monaten sei ein Gewinn vor Steuern und Zinsen von 45,8 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 16,5) bei einem Umsatz von 1,02 Milliarden Euro (955 Millionen) erwirtschaftet worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. "Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz sind in allen Branchen und in allen Regionen gestiegen", sagte Epcos-Chef Gerhard Pegam.

Vorjahresergebnis wird übertroffen

Im dritten Quartal kletterte der Gewinn vor Zinsen und Steuern von drei auf 19 Millionen Euro. Die Erlöse verbesserten sich von 302 auf 348 Millionen Euro. Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen einen Gewinn und einen Umsatz in etwa gleicher Höhe. Damit werde das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres deutlich übertroffen. 2002/03 erwirtschaftete Epcos bei einem Umsatz von 1,27 Milliarden Euro einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von sechs Millionen Euro.

Besonders deutlich zog im dritten Quartal das Geschäft mit Oberflächenwellen-Komponenten an. Der Umsatz stieg vor allem wegen einer Belebung im Mobilfunkgeschäft von 89 auf 111 Millionen Euro, das Ergebnis kletterte von 0,2 auf 12,8 Millionen Euro. Auch im Segment Keramische Bauelemente sei ein deutliches Plus verzeichnet worden. Der Umsatz verbesserte sich von 86 auf 97 Millionen Euro, das Ergebnis von 3,7 auf 5,3 Millionen Euro. Lediglich im Bereich Kondensatoren werde derzeit noch ein Verlust von 0,7 Millionen Euro (Vorjahresquartal: Minus 5,5 Millionen) verzeichnet. Die Erlöse stiegen hier von 85 auf 90 Millionen Euro.

Preise stabilisieren sich

Der Preisverfall hat sich in den vergangenen neun Monaten deutlich abgeschwächt. Im dritten Quartal hätten sich die Preise im Vergleich zum Vorquartal stabilisiert, sagte ein Unternehmenssprecher. Dies soll sich in den kommenden drei Monaten fortsetzen. In den vergangenen beiden Jahren fielen die Preise um 17 und 12 Prozent. Das hatte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2002/03 rund 170 Millionen Euro Umsatz gekostet.

Kostensenkungen bleiben nach Auskunft des Sprechers weiterhin ein wichtiges Thema bei dem Siemens-Ableger. Der Fokus verschiebe sich jedoch von der reinen Verlagerung von Arbeitsplätzen hin zu Verbesserungen bei Produktivität und Qualität. Weitere Verlagerungen seien zunächst nicht geplant. Mittelfristig wolle Epcos mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter in Niedriglohnländern beschäftigen und dort mehr als 70 Prozent des Umsatzes erwirtschaften.

Kondensatoren braucht man fast überall

Epcos ist nach eigenen Angaben der weltweit zweitgrößte Hersteller von passiven elektronischen Bauelementen. Die Produkte wie Keramikteilchen und Kondensatoren werden in fast jedem elektrischen Gerät eingesetzt. Das Unternehmen beschäftigte am 30. Juni weltweit rund 15.660 Mitarbeiter. (DPA)

DPA

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