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Bezugspreis festgelegt: 4 Milliarden Euro für die Münchener Rück

Der Versicherungskonzern Münchener Rück ruft zur größten Kapitalerhöhung ihrer Nachkriegsgeschichte. Aufgrund der positiven Stimmung wurde der Bezugspreis der neuen Aktien nun auf 78 Euro festgelegt.

Die Münchener Rück hat den Bezugspreis bei der größten Kapitalerhöhung ihrer Nachkriegsgeschichte auf 78 Euro je Aktie erhöht. Der Aufsichtsrat habe diesem Schritt zugestimmt, teilte der weltgrößte Rückversicherer am Donnerstag nachbörslich in München mit. Damit würden der Münchener Rück im Wege der Kapitalerhöhung "annähernd 4 Milliarden Euro" zufließen.

Bisher hatte der Konzern lediglich mitgeteilt, dass der Bezugspreis mindestens 75 Euro je Aktie betragen werde. Damit hätte sich der Branchenprimus frisches Kapital von mindestens 3,8 Milliarden Euro besorgt. Ausschlaggebend für die Festlegung des Bezugspreises waren die positive Aufnahme bei den Investoren und der steigende Aktienkurs.

Zwei neue auf sieben alte Aktien

Die Zeichnungsfrist für die 51 Millionen neuen Aktien läuft voraussichtlich von 28. Oktober bis 10. November. Aktionäre können für sieben alte zusätzlich zwei neue Aktien beziehen. Bis 6. November werden die Bezugsrechte an der Börse gehandelt. Mit der Kapitalerhöhung reagiert die weltgrößte Rückversicherung auf die Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor’s.

Die Münchener Rück hatte die Kapitalerhöhung am 17. Oktober bekannt gegeben. Bereits seit Wochen hatte die Finanzwelt über einen bevorstehenden Paukenschlag spekuliert, nachdem Standard & Poor’s im August das für das Versicherungsgeschäft wichtige Rating von "AA-" auf "A+" gekappt hatte.