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Börse Deutsche Aktien wegen Hurrikan-Unsicherheit im Minus


Nach den Verlusten in der Vorwoche hat der deutsche Aktienmarkt auch am Montag weiter schwach tendiert. Am Markt wurde als größter Unsicherheitsfaktor auf den Hurrikan in den USA verwiesen.

Der herannahende #Link;http://www.stern.de/panorama/neue-hurrikan-prognose-sandy-trifft-suedlich-von-new-york-auf-land-1917522.html;Hurrikan "Sandy" an der dicht besiedelten Ostküste der USA# hat am Montag die Anleger verunsichert und dem deutschen Aktienmarkt Verluste gebracht. Die Börsen in New York bleiben wegen der gefährlichen Wetterlage zum Wochenauftakt geschlossen. In Frankfurt fiel der Dax zum Handelsschluss um 0,40 Prozent auf 7203,16 Punkte. Damit knüpfte der Leitindex an seine Schwäche der Vorwoche an, die er mit einem Minus von rund zwei Prozent beendet hatte. Der MDax sank zum Wochenbeginn um 0,14 Prozent auf 11 398,07 Punkte, und der TecDax verlor 0,20 Prozent auf 799,53 Punkte.

"Sandy" habe den Handel auch in Deutschland deutlich beeinträchtigt, sagte Aktienexperte Markus Huber von ETX Capital mit Verweis auf sehr geringe Handelsvolumina. Unter den befürchteten Schäden durch den Wirbelsturm litten vor allem die Aktien aus dem Versicherungssektor.

So rutschten die Titel der beiden Rückversicherer Munich Re und Hannover Rück um 2,01 und 2,74 Prozent ab. Die Münchener sehen Prognosen über die Höhe der Schäden jedoch als pure Spekulation. Der Wirbelsturm sei zwar sehr groß, so ein Sprecher. Kräftig unter Druck gerieten zudem die ThyssenKrupp-Aktien mit einem Minus von 3,72 Prozent am Dax-Ende. Kreisen zufolge ist der Stahlkonzern unzufrieden mit den bisherigen Geboten für seine defizitären Werke in Brasilien und den USA.

Besser als erwartet ausgefallene Zahlen

In Deutschland setzte sich die Berichtssaison mit besser als erwartet ausgefallenen Zahlen von Linde fort. Die Titel des Industriegase-Spezialisten rückten an der Dax-Spitze um 2,45 Prozent vor. Die Kursaufschläge von 1,60 Prozent bei Adidas begründeten Händler mit den jüngsten Aussagen von Reebok-Marketingchef Matt O'Toole, wonach die Aufträge der US-Tochter im kommenden Jahr merklich anziehen sollten.

Im MDax verteuerten sich die Aktien des Anlagenbauers Gea Group nach Zahlen um 1,55 Prozent. Analysten der Commerzbank und der DZ Bank waren sich einig, dass das operative Ergebnis zwar die Erwartungen verfehlte, die Neuaufträge aber positiv überraschten. Im TecDax waren die Vorzüge von Sartorius nach Zahlen und einem angehobenen Gewinnausblick mit plus 4,28 der mit Abstand beste Wert. DZ-Bank-Analyst Sven Kürten sprach von einem sehr starken dritten Quartal des Pharma-Zulieferers, das seine Erwartungen übertroffen habe.

Der EuroStoxx 50 verlor 0,69 Prozent auf 2 478,84 Punkte. In Paris und London schlossen die Leitindizes ebenfalls im Minus.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,24 Prozent am Freitag auf 1,20 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,23 Prozent auf 134,355 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,51 Prozent auf 141,74 Punkte zu. Der Kurs des Euro gab etwas nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2898 (Freitag: 1,2908) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7753 (0,7747) Euro.

DPA DPA

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